Taliban-Hochburg Pakistanische Luftwaffe tötet Dutzende mutmaßliche Extremisten

Das Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan gilt als Rückzugsort für Taliban und al-Qaida. Bei einem Luftangriff hat die pakistanische Armee dort nun mehr als 30 Menschen getötet. Unter den Toten soll ein "wichtiger Befehlshaber" sein.

Pakistanische Soldaten im Grenzgebiet Waziristan: Hochburg der Taliban
AP

Pakistanische Soldaten im Grenzgebiet Waziristan: Hochburg der Taliban


Islamabad - Pakistanische Kampfjets haben im Grenzgebiet zu Afghanistan einen Luftangriff auf mutmaßliche Stellungen von Extremisten geflogen und dabei mindestens 32 Menschen getötet. Der Einsatz sei in der Region Nordwaziristan geflogen worden, hieß es aus Militärkreisen. Es hätten Geheimdienstinformationen vorgelegen, wonach sich dort Extremisten versteckten.

Unter den Toten sei auch ein "wichtiger Befehlshaber", sagte ein Militärvertreter. Kampfflugzeuge und Hubschrauber hätten mutmaßliche Verstecke bombardiert. Die Bergregion Nordwaziristan gilt als Rückzugsgebiet für radikalislamische Taliban- und Qaida-Kämpfer. Die USA nehmen dort mit unbemannten Drohnen regelmäßig Stellungen der Aufständischen unter Beschuss.

Die pakistanische Zeitung "The Dawn" hatte online zuvor berichtet, bei dem Luftangriff seien 50 mutmaßliche Extremisten getötet worden. Weitere 80 Menschen seien zudem verletzt worden. Anwohner berichteten der Nachrichtenagentur AP außerdem von zivilen Opfern.

brk/dpa/Reuters/AP



insgesamt 9 Beiträge
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derblaueplanet 21.05.2014
1. Sehr gut!
Das trifft diese Höllenbrut an der Wurzel!
Mario V. 21.05.2014
2. Sollen wir jetzt Beifall klatschen?
Wann begreifen die an der Macht sitzenden (egal ob in Pakistan oder USA oder sonstwo), dass sie auf diese Weise ihren "Krieg gegen den Terror" nicht gewinnen können? Auf diese Art werden sich nur immer mehr Menschen radikalisieren. Höllenbrut, oh je. Glaubt hier wirklich einer, dass diese Menschen morgen bei uns vor der Tür stünden, wenn man aufhören würde, sie zu bombardieren?
LJA 21.05.2014
3. Morgen
Zitat von Mario V.Wann begreifen die an der Macht sitzenden (egal ob in Pakistan oder USA oder sonstwo), dass sie auf diese Weise ihren "Krieg gegen den Terror" nicht gewinnen können? Auf diese Art werden sich nur immer mehr Menschen radikalisieren. Höllenbrut, oh je. Glaubt hier wirklich einer, dass diese Menschen morgen bei uns vor der Tür stünden, wenn man aufhören würde, sie zu bombardieren?
wohl nicht. In 15 oder 20 Jahren aber doch.
rr1805 21.05.2014
4.
Zitat von Mario V.Wann begreifen die an der Macht sitzenden (egal ob in Pakistan oder USA oder sonstwo), dass sie auf diese Weise ihren "Krieg gegen den Terror" nicht gewinnen können? Auf diese Art werden sich nur immer mehr Menschen radikalisieren. Höllenbrut, oh je. Glaubt hier wirklich einer, dass diese Menschen morgen bei uns vor der Tür stünden, wenn man aufhören würde, sie zu bombardieren?
Völlig richtig; Die Täter sind genauso Opfer, ob in Pakistan oder in Nigeria. Das ist selbstverständlich keine Rechtfertigung für deren Verbrechen, aber genauso wenig für die Gewalt gegen sie. Solange das Übel nicht an der Wurzel gepackt wird, durch Bekämpfung von Korruption, durch bessere Bildung, durch staatliche Hilfen, wird es kein Ende geben. Vordergründig ist staatliche Gewalt unausweichlich, aber sie ist keine Lösung. Manchen Spießbürgern hierzulande schlottern schon die Knie, wenn sie nur einen Vollbart sehen. Dann halten sie jede staatliche Gewalt für gerechtfertigt, um ungestört das eigene Weltbild pflegen und den Wohlstand genießen zu können, siehe die Meinungen zu Syrien, Assad als das "kleinere Übel". Wir leben in einer medialen, virtuellen Welt, wo nur noch Wörter zählen. Man wirft mit Schlagworten um sich wie jetzt in der Ukraine: es wimmelt dort von Putschisten, Separatisten, Nationalisten, Faschisten, Terroristen. Anderswo sind es die Islamisten, Salafisten und Dschihadisten. Hauptsache man hat eine Schublade, das erspart das weitere Nachdenken. Die wirklliche Welt und die wirklichen Menschen spielen keine Rolle mehr, um sich ein Urteil zu bilden.
Mario V. 21.05.2014
5. In 15 oder 20 Jahren
Zitat von LJAwohl nicht. In 15 oder 20 Jahren aber doch.
Wohin soll diese unsinnige Argumentation "wir müssen sie umbringen bevor sie uns umbringen" denn führen? Der einzige Grund, warum die bzw. deren Verbündete oder Sinnesgenossen bei uns vor der Tür stehen werden, ist genau WEIL sie von uns bzw. unseren sog. Verbündeten bombardiert werden. Umso mehr Bomben dort fallen, umso eher wird es passieren. Und wenn es soweit ist, fragt keiner nach dem Warum, sondern alle schreien nach Vergeltung, und so eskaliert das Problem immer weiter.
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