Pakistan Extremisten sprengen Pipelines - Millionen ohne Gas

Es war eine gezielte Attacke - um eine ganze Region vom Gasnetz zu reißen. Separatisten in Pakistan haben drei Pipelines in der dicht besiedelten Region Punjab in die Luft gejagt. Den betroffenen Bewohnern stehen ungemütliche Tage bevor.
Angriffsort in Pakistan: Schwere Schäden an wichtiger Pipeline

Angriffsort in Pakistan: Schwere Schäden an wichtiger Pipeline

Foto: STRINGER/PAKISTAN/ REUTERS

Islamabad - Separatisten haben in Pakistan drei wichtige Gas-Pipelines gesprengt und Millionen Menschen von der Versorgung abgeschnitten. Die Reparaturen würden mehrere Tage dauern, sagte der Chef eines der staatlichen Energieversorgungsunternehmen, Arif Hameed Khan, am Montag. Wegen der großen Hitze und noch immer wütender Brände, könne in vielen Teilen noch nicht mit der Reparatur begonnen werden.

Die britische BBC berichtet, bei dem Vorfall sei eine Frau ums Leben gekommen. Es ist nicht der erste Anschlag dieser Art. Zum ersten Mal jedoch richtete sich die Attacke gegen alle drei Förderleitungen gleichzeitig. Der Ort des Angriffs liegt nahe der Stadt Rahim Yar Khan, rund 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Islamabad.

Zu dem Anschlag in der Provinz Punjab bekannte sich die Republikanische Armee Balutschistans (BRA). Die Region gilt als eine der am dichtesten besiedelten Gegenden des Landes. Ein BRA-Sprecher sagte, der Angriff sei ein Vergeltungsakt für Operationen der Sicherheitskräfte, bei denen Separatisten getötet worden seien. Die militante Organisation kämpft für eine Abspaltung der Provinz Balutschistan von Pakistan.

Der Energieversorger wies die betroffenen Menschen an, im Zweifelsfall die Heizung abzustellen und das vorhandene Gas zum Kochen zu nutzen.

jok/AFP
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