Pakistan Gewaltausbrüche nach Tod von Rebellenführer Bugti

Er saß in einer Höhle fest, bei Kämpfen wurde er darin verschüttet – wenige Stunden nach dem Tod des pakistanischen Separatistenführers Bugti gärt es in Teilen der Provinz Belutschistan.


Islamabad – Nawab Akbar Khan Bugti führte eine Separatistenbewegung in der öl- und gasreichen Provinz Belutschistan an, die an Afghanistan und an Iran grenzt. Bei der Militäroperation am Wochenende hatten Soldaten eine Höhle angegriffen, in der sich Bugti und seine Kämpfer verschanzt hatten.

Bei den Kämpfen stürzte das Dach der Höhle ein. Bugti und rund 60 seiner Mitstreiter kamen laut lokalen Medienberichten ums Leben. Auch 25 Regierungssoldaten sollen getötet worden sein.

Die Spannungen im Südwesten von Pakistan nach dem Tod des Rebellenführers dauerten heute an. In der Provinzhauptstadt Quetta waren aus Protest gegen die Tötung des Separatistenführers alle Geschäfte geschlossen. Auf den Straßen patrouillierten zahlreiche Sicherheitskräfte. Demonstranten blockierten dennoch Straßen und verbrannten Autoreifen.

Streiks und gewaltsame Übergriffe gab es auch in verschiedenen anderen Städten der Region Belutschistan. Die Militärbehörden hatten gestern eine Ausgangssperre über die Stadt Quetta verhängt.

asc/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.