Pakistan Mehrere Tote bei Taliban-Angriff

Mit Granaten und Schusswaffen haben Taliban-Rebellen einen Luftwaffenstützpunkt in Pakistan attackiert. Die Soldaten töteten mehrere der Angreifer, auch Besucher einer Moschee starben.

Pakistanische Soldaten: Angreifer zurückgeschlagen
AFP

Pakistanische Soldaten: Angreifer zurückgeschlagen


Bei einem Taliban-Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Pakistan sind nach Militär-Angaben mindestens 30 Menschen getötet worden, darunter 13 Extremisten. Eine Gruppe von Bewaffneten habe am frühen Freitagmorgen die Basis Badaber in einem Vorort der Stadt Peshawar im Nordwesten des Landes überfallen, sagte Armeesprecher Asim Saleem Bajwa. Bei Gefechten seien zudem zehn Soldaten verletzt worden. Zunächst war von einer deutlich geringeren Anzahl an Toten die Rede gewesen.

Peshawar ist die Hauptstadt der Region Khyber-Pakhtunkhwa. Das Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan gilt als Taliban-Hochburg. Immer wieder kommt es zu blutigen Anschlägen. Die Armee führt seit mehr als einem Jahr eine Großoffensive gegen die Aufständischen in der Region.

Den offiziellen Angaben zufolge griffen die Bewaffneten aufgeteilt in Gruppen am frühen Morgen den Stützpunkt von zwei Stellen aus an. Sie hätten auch eine Moschee auf dem Gelände gestürmt und 16 Gläubige getötet, hieß es. Daraufhin kreisten Sicherheitskräfte die Extremisten ein und töteten 13 von ihnen. Auch ein Armeekommandant kam ums Leben, wie Bajwa meldete. Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Es seien 50 Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet worden, sagte Taliban-Sprecher Muhammad Khurasani.

Nach Angaben von Rettungsdiensten wurden rund zwei Dutzend Verletzte in Krankenhäuser gebracht. Der Militärsprecher sagte, der Stützpunkt werde als Wohnquartier für Angehörige der Luftwaffe benutzt. Kampfflugzeuge oder anderes Militärgerät befänden sich nicht auf dem Gelände.

kev/AFP/AP/dpa/Reuters



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