Pakistan Ranghoher Qaida-Kommandeur bei Raketenangriff getötet

Schlag gegen al-Qaida: Abu Laith al-Libi, ein zentraler Führer der Terrororganisation, ist nach Angaben von Islamisten und der US-Regierung getötet worden. Er starb demnach in Pakistan bei einem Raketenangriff - al-Libi galt als wichtiges Bindeglied zu den Taliban.


Kairo - Bei einem Raketenangriff in der pakistanischen Unruheregion Nord-Waziristan waren am Montag 13 Extremisten ums Leben gekommen - offenbar unter ihnen: Abu Laith al-Libi. Ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters den Tod von des Terroristenführers. Auch eine militante islamische Website berichtete: "Er wurde zusammen mit einer Gruppe seiner Brüder zum Märtyrer, auf dem Gebiet des islamischen Pakistan."

Laith al-Libi: Möglicherweise Opfer eines Raketenangriffs
REUTERS

Laith al-Libi: Möglicherweise Opfer eines Raketenangriffs

Al-Libi war nach Ansicht von Antiterror-Experten ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Terrornetzwerk und der Taliban - und nach Aussagen führender westlicher Geheimdienste einer der sechs ranghöchsten Qaida-Führungskräfte unter Osama Bin Laden.

Er leitete Ausbildungslager der Qaida und erschien in mehreren im Internet verbreiteten Videos. Al-Libi operierte im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet und soll hinter einem Anschlag auf die US-Militärbasis in Bagram im vergangenen Februar stecken, bei dem während des Besuchs von US-Vizepräsident Dick Cheney 23 Menschen getötet wurden.

Im April 207 war er in einem vielbeachteten Video zu sehen, in dem er zum Groß-Dschihad aufrief. Der gebürtige Libyer soll um die 40 Jahre alt gewesen sein und ein Veteran des Afghanistan-Krieges.

ler/mgb/AP/dpa



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