Todesstrafe Pakistan richtet sieben Extremisten hin

Im Dezember hat Pakistan die Todesstrafe wieder eingeführt - und nun erneut eine Gruppe von Terroristen hingerichtet. Die sieben Männer wurden in verschiedenen Gefängnissen des Landes gehängt.


Islamabad - Pakistan setzt weiter auf die abschreckende Wirkung der Todesstrafe. In dem asiatischen Land sind am Dienstag sieben verurteilte Extremisten gehängt worden. Seit Aufhebung eines Moratoriums der Todesstrafe im Dezember wurden damit in dem Land 16 Menschen hingerichtet, wie die Behörden bekanntgaben. Die Exekutionen wurden am frühen Dienstagmorgen in vier Haftanstalten vollzogen.

Die pakistanische Regierung hatte die Todesstrafe nach einem Taliban-Anschlag auf eine Schule in Peschawar wieder eingeführt, zum Ärger der Vereinten Nationen und der EU. Bei dem Angriff waren fast 150 Menschen getötet worden, die allermeisten von ihnen Schüler. Der Anschlag war international mit Bestürzung aufgenommen worden, sogar die Taliban in Afghanistan distanzierten sich von der Bluttat.

Erst am Montag waren die Schulen des Landes nach dem verheerenden Anschlag erst mal wieder geöffnet worden. Zuvor hatten die Behörden die Winterferien verlängert. In dieser schulfreien Zeit wurden die Sicherheitsvorkehrungen an vielen Gebäuden verschärft.

So bewachen Soldaten, Polizisten und auch zivile Freiwillige die Bildungseinrichtungen. An manchen Schulen müssen Sicherheitsschleusen durchquert werden.

jok/AFP

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