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08. Oktober 2007, 20:56 Uhr

Pakistan

Schwere Kämpfe im Grenzgebiet zu Afghanistan - mindestens 170 Tote

In zwei Tagen 170 Tote: Das ist die Opferzahl bei den jüngsten Kämpfen im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Etwa 130 Aufständische und 45 Soldaten kamen nach Angaben der Armee ums Leben.

Hamburg/Islamabad - Die Militäraktion dauert schon zwei Tage an - entsprechend hoch ist die Zahl der Opfer: Bei den jüngsten Kämpfen mit islamistischen Rebellen sind im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet seit dem Wochenende mehr als 170 Menschen getötet worden. Etwa 130 Aufständische und 45 pakistanische Soldaten seien getötet worden, teilte die Armee heute mit.

Die Kämpfe waren in der Nacht zum Sonntag in der Region Nord-Waziristan ausgebrochen, nachdem Rebellen mehrere Armee-Konvois beschossen hatten. Die pakistanische Luftwaffe flog daraufhin Angriffe auf die Rebellen. Laut einem Armeesprecher werden zehn bis zwölf Soldaten noch vermisst. Zuvor war von 50 Vermissten die Rede gewesen.

Das Grenzgebiet zu Afghanistan wird von den pakistanischen Sicherheitskräften nur unzureichend kontrolliert. Es gilt als Unterschlupf für pakistanische Extremisten und afghanische Taliban. Häufig werden dort Soldaten entführt. So befinden sich rund 210 der mehr als 240 Armee-Angehörigen, die Ende August gefangengenommen worden waren, immer noch in der Hand ihrer Geiselnehmer. Während drei Soldaten hingerichtet wurden, kamen rund 30 auf Vermittlung einer Dschirga, einer traditionellen Versammlung von Stammesführern, frei.

flo/AFP

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