Pakistan Zwölf Tote bei Bombenanschlag in Quetta

Eine Explosion in einem Bus hat im Südwesten der pakistanischen Unruheprovinz Belutschistan zwölf Menschen das Leben gekostet. Weitere 13 wurden verletzt. Die Hintergründe des Anschlags sind noch unklar.


Quetta - Der Bus war unterwegs von der Provinzhauptstadt Quetta in die östlich im Land gelegene Stadt Lahore. Die Bombe ging im hinteren Teil des Busses in die Luft, als dieser in Kolpur, einer 30-Kilometer von der Quetta entfernten Stadt unterwegs war. Bei dem Anschlag starben zwölf Menschen, weitere 13 wurden verletzt, wie es aus dem Innenministerium hieß.

Insgesamt saßen etwa 50 Menschen in dem Bus. "Es war eine erschreckende und sehr große Explosion", sagte Lal Mohammed, einer der Insassen. Die Hintergründe des Unglücks sind noch unklar, bisher hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt. Trotzdem wird die Explosion die Sorge über die Unruheregion Belutschistan weiter steigern. In der Provinz im Südwesten des Landes kämpfen Stammesangehörige gegen die Regierung. Sie fordern eine Beteiligung an den Profiten aus den Naturschätzen der Region, besonders an den Gasvorkommen.

Erst gestern waren in der Provinz ein Soldat und zwei Zivilpersonen ums Leben gekommen, als Rebellen Steine auf Sicherheitskräfte warfen. Außerdem wurde in rund 300 Kilometer Entfernung von Quetta eine Gaspipeline in die Luft gesprengt.

ase/afp/ap



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