Pakistan Militär meldet Tod von Qaida-Stratege

Als "Einsatzchef" von Al-Qaida ist er ein gefürchteter Terrorist: Das pakistanische Militär meldet den Tod von Adnan Shukrijumah, einem der vom FBI meistgesuchten Männer.

Fahndungsfoto des FBI (2004): Pakistanisches Militär meldet Tod von Shukrijumah
REUTERS/ FBI

Fahndungsfoto des FBI (2004): Pakistanisches Militär meldet Tod von Shukrijumah


Der hochrangige und international gesuchte Qaida-Führer Adnan Shukrijumah soll tot sein. Das berichtet die pakistanische Armee. Der seit Jahren gesuchte Extremist sei bei einem morgendlichen Einsatz in Shinwarsak im Stammesgebiet von Südwaziristan getötet worden, teilte die Armee mit.

Shukrijumah, der zum Teil in den USA aufgewachsen ist und unter anderem einen Anschlag auf Züge in New York geplant haben soll, gehört zu den "meistgesuchten Terroristen" der USA. Er war seit langem in dem unwegsamen Berggebiet an der Grenze zu Afghanistan vermutet worden, das als Rückzugsgebiet für Al-Qaida gilt.

Shukrijumah soll hinter dem Anschlagsversuch auf die New Yorker U-Bahn im September 2009 stehen. Ein FBI-Mitarbeiter sagte im August 2010 US-Medien, Shukrijumahs Rang bei dem Terrornetzwerk Al-Qaida entspreche dem eines "Einsatzchefs".

Der in Saudi-Arabien geborene Shukrijumah kam den Angaben zufolge als Kind in die USA. Er lebte demnach zunächst im New Yorker Stadtteil Brooklyn, bevor er in den Neunzigerjahren mit seiner Familie in den Bundesstaat Florida zog.

Im Juni 2001 soll Shukrijumah dann nach Afghanistan gegangen sein. Kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 brach der Kontakt zu seiner Familie ab. Das FBI hat auf Shukrijumah ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

cht/dpa/Reuters



insgesamt 8 Beiträge
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KingTut 06.12.2014
1. Antiterrorkampf
Ich beglückwünsche das pakistanische Militär und alle, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die Lücke, die der Getötete im Terrornetzwerk hinterlässt, wahrscheinlich schnell gefüllt sein wird. Diesen Terroristen muss überall in der Welt nachgestellt werden, insbesondere in Rückzugsgebieten wie Süd-Waziristan. Es gibt noch viel zu tun für das pakistanische Militär und alle an diesem Anti-Terrorkampf Beteiligten.
Iggy Rock 06.12.2014
2. Wer ist der Nächste?
Nach 14 Jahren des "war on terror" bleibt die nüchterne Erkenntnis, das derartige Erfolge zwar kurzzeitig wirken mögen, aber der Krieg auch dadurch nicht gewonnen werden kann. Der Nächste steht schon bereit und freut sich darauf, irgendwann einmal Märtyrer zu werden. Eine derartige Ideologie, die so viele aus dem Westen anlockt, kann man nicht nur in Asien mit Waffen bekämpfen. Dafür bedarf es besserer Argumente.
von_scheifer 06.12.2014
3. Was soll denn dieser Schmarrn?
"einem der vom FBI meistgesuchten Männer" Das FBI ist die US-amerikanische Bundespolizei und hat keinerlei Aufgaben im Ausland, z.B. um Morde durchzuführen. Das macht nur die CIA und andere G e h e i m d i e n s t e im Auftrage des Obama.
dt83155007 06.12.2014
4. Iggy Rock,
Welche Argumente könnten Ihrer Ansicht nach den wirken?
gandhiforever 06.12.2014
5. Na und?
Und was fuer einen einfluss hat der Tod dieses Mannes auf den Kampf gegen den Terror? Da wurden schon viele 'hochranggige Anfuehrer' getoetet, gebracht hat es nichts! Sorry, es hat doch etwas gebracht: dabei diesen Einsaetzen weit mehr unbeteiligte Zivilisten umgebracht werden, kann davon ausgegangen werden, dass weitere Familien nun gegen die pakistanische Regierung eingestellt sind.
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