Pakistans Nordwesten Armee meldet Dutzende Tote bei Gefecht mit Taliban

Mehr als hundert Taliban haben einen Kontrollpunkt der Grenztruppen im Nordwesten Pakistans gestürmt. Nach Angaben der Armee wurden bei dem Gefecht Dutzende Aufständische getötet, auch unter den Soldaten gab es mehrere Opfer.


Peschawar - Bei einem Angriff auf einen pakistanischen Kontrollposten in der Grenzregion zu Afghanistan hat die pakistanische Armee rund 30 Taliban getötet. Mehr als hundert der radikalislamischen Kämpfer hätten mit Sturmgewehren bewaffnet einen Kontrollpunkt der paramilitärischen Grenztruppen im Bezirk Mohmand in den Stammesgebieten an der afghanischen Grenze gestürmt, sagte ein örtlicher Behördenvertreter am Donnerstag. Bei dem morgendlichen Angriff in der Stadt Chamarkand seien auch ein Soldat getötet und vier weitere verletzt worden. Die Armee bestätigte den Vorfall und die Opferzahlen in einer Erklärung.

Chamarkand liegt zwei Kilometer von der ostafghanischen Provinz Kunar entfernt, einer Hochburg des Taliban-Aufstands. Mohmand ist der Nachbarbezirk von Bajaura, wo die Armee Dienstag nach eigenen Angaben einen Unterschlupf von Rebellen und Kämpfern des Terrornetzwerks al-Qaida unter ihre Kontrolle brachte.

Es ist aber noch unklar, ob es sich bei den Angreifern um Kämpfer aus Bajaura handelte. Die verbliebenen Taliban hätten sich allerdings dorthin zurückgezogen. Die Streitkräfte hatten in Bajaura schon einmal im vergangenen Jahr den Sieg über die pakistanischen Taliban verkündet, die Gewalt ging aber weiter.

ffr/AFP/apn/dpa

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