Pakistan Oberstes Gericht bestellt Premier Ashraf ein

Jetzt gerät auch Pakistans neuer Regierungschef Ashraf ins Visier der Justiz - wie Ex-Präsident Gilani weigert er sich, Korruptionsermittlungen gegen Präsident Zardari zu veranlassen. Das kostete bereits seinen Vorgänger das Amt. Ashraf muss am 27. August vor Gericht erscheinen.
Premier Ashraf: Korruptionsvorwürfe gegen den neuen Premier

Premier Ashraf: Korruptionsvorwürfe gegen den neuen Premier

Foto: AAMIR QURESHI/ AFP

Islamabad - Nach der Amtsenthebung von Pakistans Premierminister Yousuf Raza Gilani wegen Missachtung der Justiz muss nun auch sein Nachfolger Raja Pervez Ashraf vor dem Verfassungsgericht erscheinen. Der Oberste Gerichtshof bestellte den neuen Regierungschef für den 27. August ein.

Ashraf war bis Ablauf einer Frist am Mittwoch der Aufforderung des Gerichts nicht nachgekommen, die Schweizer Behörden zur Wiederaufnahme eines Korruptionsverfahrens gegen Präsident Asif Ali Zardari zu veranlassen. Gilani hatte sich dem ebenfalls verweigert. Er war daraufhin im vergangenen Juni wegen Missachtung des Gerichts verurteilt worden und musste danach sein Amt niederlegen.

Präsident Zardari soll in den neunziger Jahren mit seiner Frau, der ermordeten Ex-Regierungschefin Benazir Bhutto, Bestechungsgelder auf Schweizer Konten geschafft haben. Der Streit um die Wiederaufnahme des Korruptionsverfahrens gegen Zardari dauert bereits mehr als zwei Jahre.

heb/dpa/dapd
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