Verdacht auf Hackerangriff Kanzlei stellt wegen des Daten-Lecks Strafantrag

"Niemandem gefällt es, bestohlen zu werden": Die Kanzlei Mossack Fonseca geht davon aus, dass ihr die Panama Papers bei einem Hack geklaut wurden. Sie hat Strafantrag gestellt.

Logo von Mossack Fonseca
REUTERS

Logo von Mossack Fonseca


Die in den Panama Papers beschuldigte Kanzlei Mossack Fonseca geht strafrechtlich gegen die Verantwortlichen des Daten-Lecks vor. "Niemandem gefällt es, bestohlen zu werden", teilte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa mit. "Wir werden unser Möglichstes tun, um die Schuldigen zu bestrafen."

Die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") hatte berichtet, die 2,6 Terabyte Daten seien ihr von einer anonymen Quelle zugespielt worden. Mossack Fonseca geht davon aus, dass ihr Server gehackt wurde. "Ein Hackerangriff ist eine Straftat. Ein schweres Verbrechen, das mit Gefängnis bestraft wird", sagte Kanzleiteilhaber Ramón Fonseca Mora in einemInterview des Fernsehsenders Telemetro.

Die Kanzlei habe in Panama bereits Strafantrag gestellt, sagte die Chefin der Rechtsabteilung, Sara Montenegro. "Das müssen wir tun, um unsere Kunden zu verteidigen, die auf die eine oder andere Weise betroffen sind."

Die Anwaltsfirma bestritt, selbst in illegale Geschäfte verwickelt zu sein. "Diese Berichte stützen sich auf Vermutungen und Stereotypen", teilte die Kanzlei mit. Mossack Fonseca sei noch nie im Zusammenhang mit kriminellen Handlungen beschuldigt oder angeklagt worden und werde in ein falsches Licht gerückt.

sun/dpa



insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
surgeon 05.04.2016
1. Gut so !
Soll man Merkel und Co.einlochen wegen Rentenklau und Diebstahl am Bürger seit Jahren !
dr.pepschmier 05.04.2016
2. Bestohlen?
Was fehlt denn?.......was für ne Lachnummer.
Newspeak 05.04.2016
3. ...
"Niemandem gefällt es, bestohlen zu werden": Die Kanzlei Mossack Fonseca geht davon aus, dass ihr die Panama Papers bei einem Hack geklaut wurden. Sie hat Strafantrag gestellt. Die Mafia beschwert sich über Gesetzlosigkeit. Die Welt ist einfach nur noch krank. Anwälte sind die Pest der Neuzeit.
pavel1100 05.04.2016
4. Datenhack ist Rechtsbruch
Gibt es da nicht einen Rechtsgrundsatz dass ein Rechtsbruch begangen werden darf wenn dadurch ein viel größeres Verbrechen verhindert werden kann? Der Datenhack verhindert Steuerhinterziehung im Milliardenbereich. Das ist ein großes Verbrechen.
Thorkh@n 05.04.2016
5. Das Anwaltsbüro kann ...
... ohnehin dicht machen. Man hat sich hochgradig sensibles Material klauen lassen, da geht jedes Vertrauen flöten. Spätestens, wenn der erste leitende Anwalt tot im Panamakanal gefunden wird, wissen wir, dass das organisierte Verbrechen Teil des Geschäftsmodells war.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.