Trump beim Papst 20 Minuten hinter verschlossenen Türen

Handschlag im Vatikan: Papst Franziskus hat Donald Trump zu einer Privataudienz empfangen. Greenpeace schickte eine besondere Botschaft an den US-Präsidenten.

POOL/EP/REX/Shutterstock

Hinter verschlossenen Türen haben Papst Franziskus und Donald Trump rund 20 Minuten lang bei einer Privataudienz im Vatikan gesprochen. Über den Inhalt des Gesprächs ist noch nichts bekannt.

Zunächst hatte der Präfekt des Päpstlichen Haushalts, der deutsche Kurienerzbischof Georg Gänswein, den US-Präsidenten am Morgen empfangen. Trump kam zusammen mit seiner Frau Melania und Tochter Ivanka an, die beide einen schwarzen Schleier trugen. Vor dem Beginn der Privataudienz begrüßten sich der Papst und Trump per Handschlag und posierten für ein Foto.

Der Besuch wurde mit Spannung erwartet, weil sich die Haltung der beiden Amtsträger vor allem bei Themen wie Migration und Umweltschutz wesentlich unterscheidet. Es ist der erste Besuch Trumps auf europäischem Boden seit seinem Amtsantritt.

Fotostrecke

9  Bilder
Trumps Privataudienz beim Papst: Visite im Vatikan
Meinungskompass

Nach der Privataudienz wollte das Ehepaar Trump die Sixtinische Kapelle besichtigen. Anschließend trifft Trump in Rom den italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni und Staatschef Sergio Mattarella. Danach reist der US-Präsident weiter nach Brüssel, wo am Nachmittag Tausende Menschen gegen seinen Besuch demonstrieren wollen.

Greenpeace-Protest am Petersdom
Getty Images

Greenpeace-Protest am Petersdom

Überall in Rom waren die Sicherheitsvorkehrungen extrem hoch. Am Petersplatz sammelten sich zahlreiche Touristen, die auf Einlass zur mittwochs üblichen Generalaudienz warteten.

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace gelang es, eine besondere Botschaft an den US-Präsidenten zu richten: Sie schafften es, die Kuppel des Petersdoms mit der Aufschrift "Planet Earth First" anzustrahlen. Dies sei eine Anspielung auf Trumps Motto "America First", hieß es in einer Mitteilung von Greenpeace Italien. Der Klimaschutz müsse oberste Priorität haben.

als

insgesamt 42 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
taglöhner 24.05.2017
1.
---Zitat--- zusammen mit seiner Frau Melania und Tochter Ivanka an, die beide einen schwarzen Schleier trugen. ---Zitatende--- Wie bitte?
rkinfo 24.05.2017
2. Greenpeace bekämpft Klimaschutz per CO2-Speicherung und Biosprit
D. Trump hat viele Klimaschutzregeln wieder abgeschafft. ABER es sind weltfremde Organisationen, wie Greenpeace, die vor 10-15 Jahren als wichtig eingestufte Etappenziele bekämpften und so die Konfrontation von Industrie, Bürgern und Politik verschärften. 'Clean coal' wurde angegriffen, aber ebenfalls Biosprit, was zu 2/3 im 'Hungerland' USA weltweit produziert wird. Solange nicht die Minimierung von CO2 der Atmosphäre allgemeines Primärziel wieder wird halte ich Greenpeace für ne Gruppe weltfremder Typen.
dweird 24.05.2017
3. Schleier ja, Kopftuch nein.
Grundsätzlich halte ich Kirche und Religion für archaischen Aberglauben, und das Tragen von Kopftüchern etc. für Frauen als Zeichen von überholter, religiöser Unterdrückung. Aber es verstärkt nur die Schizophrenie dieser politisch-touristischen Inszenierung, wenn die Damen Trump bei Ihrem Besuch im Islam auf Kopftücher demonstrativ verzichten, aber beim Papst dann (aus Anstand und Respekt? Vor dem Amt? Vor der Religion?) einen schwarzen Schleier tragen. Was für einen Deal "The Real Donald Trump" wohl beim Papst rausholen will?
dejanmilo 24.05.2017
4. Schwarzer Schleier
Die Damen trugen im Iran keinen Schleier und keine Kopfbedeckung, aber beim Papst schon. Interessant.
sikasuu 24.05.2017
5. 20 Minuten beim Papst? Die Zeit die man für nen Espresso braucht!
Also Höflichkeitsbesuch mit FOTOTERMIN & "kurz vor Anschauen" der Kirche.... oder doch mehr ?? . Was will uns das White House mit diesem Bersuch sagen? Sucht Mr. Pesildent "göttlichen Beistand" bei Mohammedanern, Juden&Christen? ...Will er vielleicht die drei Buchreligionen wieder vereinen.... oder spielt er die alte Nummer, Religion&Glauben zum Vehikel zu manchen, um damit leichter seine Politik zu Hause durchsetzen zu können?.... Wenn er wieder in den U-SA ist & erlaubt bekommt, Twitter zu nutzen wird er uns das wohl mitteilen.... . Zur "Beichte" war er bestimmt nicht dort, das wäre in der kurzen Zeit wohl auch nicht gegangen:-))
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.