Paris Drei Frauen wegen Anschlagsplänen festgenommen

Südlich von Paris hat die Polizei drei Frauen wegen dringender Terrorgefahr festgenommen. "Sie sind Fanatikerinnen und haben aller Wahrscheinlichkeit nach einen Anschlag geplant", sagte Innenminister Bernard Cazeneuve.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve
AFP

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve


Nach dem Fund mehrerer Gasflaschen in einem Auto mitten in Paris hat die französische Polizei am Donnerstag drei Frauen festgenommen. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte am Donnerstagabend: "Diese drei Frauen im Alter von 39, 23 und 19 Jahren hatten sich radikalisiert, waren Fanatikerinnen und haben aller Wahrscheinlichkeit nach einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag geplant."

Bei der Festnahme im Département Essonne südlich von Paris soll eine der Frauen einen Polizisten mit einem Messer angegriffen haben, bevor sie von den Beamten angeschossen und verletzt wurde. Es soll sich um die Tochter des Fahrzeughalters handeln.

Am Wochenende war das abgestellte Auto mit fünf Gasflaschen in der Nähe der Kathedrale Notre-Dame entdeckt worden. Am Dienstag nahm die Polizei deswegen den Fahrzeughalter und eine Person aus seinem Umfeld vorläufig fest. Nach einer Befragung wurde er allerdings wieder freigelassen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, steht der Besitzer des Wagens auf einer Geheimliste von Personen, die wegen religiöser Radikalisierung beobachtet werden. Seine Tochter beschrieb er als radikalisiert. Vier weitere Verdächtige, darunter ein Paar mit Kontakten in die Islamistenszene, waren am Mittwoch und in der Nacht zu Donnerstag in Gewahrsam genommen worden. Seit den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 herrscht in der Stadt der Ausnahmezustand. Die Behörden befürchten ständig weitere Anschläge.

mja/dpa/AFP



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