Klimaproteste Mehr als hundert Festnahmen in Paris

Zerschlagene Fensterscheiben, geplünderte Geschäfte, brennende E-Scooter: Bei Demonstrationen in Paris ist es zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei nahm mehr als Hundert Menschen fest und setzte Tränengas ein.

Paris: Die gewaltbereiten Demonstranten gingen zunächst zusammen mit den Gelbwesten auf die Straße und schlossen sich später der Klimakundgebung an
Zakaria ABDELKAFI/AFP

Paris: Die gewaltbereiten Demonstranten gingen zunächst zusammen mit den Gelbwesten auf die Straße und schlossen sich später der Klimakundgebung an


Bei Protesten in Paris hat die Polizei mehr als Hundert Menschen vorläufig festgenommen. Gewaltbereite Mitglieder des sogenannten Schwarzen Blocks hätten sich unter die Teilnehmer einer Klimakundgebung gemischt. Die Polizei forderte friedliche Demonstranten dazu auf, sich von gewalttätigen Gruppen zu distanzieren.

An der Kundgebung "Für das Klima und die soziale Gerechtigkeit" nahmen demnach mehrere Tausend Menschen teil. Zuvor hatte es in der französischen Hauptstadt bereits eine Gelbwesten-Demonstration gegeben, am Nachmittag eine Gewerkschaftskundgebung gegen die Rentenreform der Regierung.

Die gewaltbereiten Demonstranten gingen der Polizei zufolge zunächst zusammen mit den Gelbwesten auf die Straße und schlossen sich dann der Klimakundgebung an. Dabei wurden Fensterscheiben zerstört und Geschäfte geplündert. Nach Beginn der Ausschreitungen seien Sicherheitskräfte eingeschritten, um etwa 150 militante, teilweise maskierte Demonstranten auseinanderzutreiben. Dabei setzten sie auch Tränengas ein. Insgesamt waren 7500 Polizisten im Einsatz, Wasserwerfer und gepanzerte Fahrzeuge standen bereit.

In Paris insgesamt geringe Resonanz am Klimastreik

Zu derKlima-Kundgebung hatten mehrere Nichtregierungsorganisationen aufgerufen. Am Weltklimastreik am Freitag hatten sich in Paris nur knapp 10.000 Menschen beteiligt. Zum Vergleich: In Berlin protestierten 270.000 Menschen mehr Klimaschutz, in Hamburg waren es mindestens 70.000.

Zu Klimaprotesten war auch in anderen französischen Städten wie Straßburg, Lyon und Bordeaux aufgerufen. In Lyon versammelten sich laut Präfektur rund 5000 Menschen. Umweltschützer gehen derzeit weltweit auf die Straße. Anlass ist der bevorstehende UN-Klimagipfel am Montag in New York.

flg/AFP/AP

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seppfett 21.09.2019
1. Lebensstandard nicht Klima
Den radikalen Gelbwesten ist das Klima vollkommen egal. Es geht um die Erhaltung ihres Lebensstandards unter allen Umständen - da sollen alle Anderen einsparen, nur nicht sie. 2 oder 3 Cent Erhöhung des Treibstoffs sind für die Gelbwesten schlimmer als 2 oder 3 Grad Erwärmung über die nächsten Jahre.
darthmax 21.09.2019
2. Randale
Es geht um den Widerstand gegen unsere Art zu leben, in Frankreich wie in Deutschland. In Hamburg wurde der schwarze Block offensichtlich nichr aktiv, da die Polizei vorbereitet war, es wurden nur einige Jugendliche zu einer Sitzblockade der Lombardsbrücke überredet.
denkdochmalmit 21.09.2019
3. Die..
.. Frucht der Indoktrination Was sagt es aus, wenn weltweit Massen für etwas auf die Straße gehen? Wenn in Nord Korea oder anderen "bösen" Staaten die Massen auf der Straße sind, dann ist das selbstverständlich das Ergebnis des staatlichen Zwangs, der Indoktrination, der Beeinflussung infolge der einseitigen Medien usw. Keiner würde diese Massen als Zeichen von Zustimmung oder Unterstützung wirklich deuten wollen. Wenn aber hier nun weltweit diese Massen auftreten, sollte man auch die selben Kriterien anwenden in der Beurteilung: - In NordKorea gibt es keine kritischen Medien. Kritik ist nicht möglich. - Analog aber ist das selbe in der Klimafrage gegeben. Es gibt in den öffentlichen Medien keine Diskussion zu anderen Meinungen. Diese haben keine Plattform, keine Möglichkeit der Darstellung und werden medial, verbal und sonst wie sofort bekämpft. Es ist wie eine massive Indoktrination, dass man diesen menschengemachten Klimawandel nicht in Frage stellen darf. - Die Massen sind in NordKorea rekrutiert aus vom Staat abhängigen Personen. Diese Staatsbeamte, diese Schüler/Studierenden sind in der massiven Beeinflussung und Abhängigkeit des Staats. - Hier demonstrieren viele Kinder und Jugendlichen, die über Jahre hinweg nur diese Klimahypothese erfahren haben. Denen fehlt jede andere Information und wird sofort auch als "unzulässige", "schlechte" Quelle verunglimpft. Daher ist analog Nordkorea der Pool der Protestierer ähnlich gestaltet. Zudem bekommen die Schüler massiv Vorteil für die Demo, nämlich keine Schule zu haben an diesem Tag! In Korea ist das nicht anders. Zu alle dem muss man einfach sehen, wenn man über 20 Jahre die Menschen ständig nur einseitig und ohne kritische Diskussion mit einer Information füttert, wie anders als in dieser Richtung ist zu erwarten, dass sie denken? Im Übrigen sind dennoch die Massen nicht Masse, sondern nur wenige Menschen, die über viele Länder verteilt dann diese so scheinbar hohe Zahl ergeben. Zudem ist zu beachten, dass logistisch viel getan wurde (auch mit viel Geld, woher?) umd diese Demos zu diesen Größen zu bringen. Daher ist die Größe meist nicht ein Parameter des Anliegens, sondern der Investition und Organisation dahinter. Daher, wir sehen hier die Früchte der Indoktrination, nicht die Frucht des kritischen Denkens und der kritischen Auseinandersetzung. Es gibt in den öffentlichen Medien diese Diskussion nicht und wird auch völlig ausgeschlossen. Auch die sog. "Wissenschaftler" schließen alle kritischen schon länger massiv aus, um den "Gral" der reinen Wissenschaft rein zu halten, um diese behaupteten "99% aller Studien sind für Klimawandel" zu erhalten
karlsiegfried 21.09.2019
4. Alles nur Scheingefechte
Das Klima macht es will nach seinen eigenen Regeln. Da helfen Billionen Euro oder Dollar auch nicht mehr. Das Kilma ist nicht käuflich.
GlobalWarmer 21.09.2019
5.
Zitat von seppfettDen radikalen Gelbwesten ist das Klima vollkommen egal. Es geht um die Erhaltung ihres Lebensstandards unter allen Umständen - da sollen alle Anderen einsparen, nur nicht sie. 2 oder 3 Cent Erhöhung des Treibstoffs sind für die Gelbwesten schlimmer als 2 oder 3 Grad Erwärmung über die nächsten Jahre.
2 oder 3 grad Erwärmung ist doch gar nicht schlecht, da muss das Freibad nicht mehr so beheizt werden und das spart Emissionen. Mit 2 oder 3 cents mehr für Benzin kann man sich keine Freibadkarte mehr leisten
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