Proteste in Paris Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein

7400 Sicherheitskräfte sind vor Ort, es kam zu Festnahmen und Tränengas-Einsatz: In Paris gab es bei den Kundgebungen zum 1. Mai erste Gewaltszenen. Beteiligt sind auch "Gelbwesten"-Demonstranten.

Alain JOCARD/ AFP

Am Rande der Kundgebungen zum 1. Mai hat es in Paris erste Krawalle und Ausschreitungen gegeben, die auch von Demonstranten der "Gelbwesten" ausgingen. Die Polizei setzte Tränengas gegen Randalierer ein. Laut französischem Innenminister sind mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz.

Die Auseinandersetzungen begannen, als mehrere Hundert Aktivisten des sogenannten Schwarzen Blocks in der Nähe des Bahnhofs Montparnasse zu einer Kundgebung drängten, die später zu einem Demonstrationszug durch die Stadt starten sollte. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Macron kündigte entschlossenes Vorgehen an

Mindestens 165 Menschen seien in Paris bereits vorläufig festgenommen worden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie sich zahlreiche Anhänger der "Gelbwesten"-Proteste unter die Teilnehmer der Maikundgebung mischten.

Innenminister Christophe Castaner hatte angekündigt, dass allein in Paris mehr als 7400 Sicherheitskräfte eingesetzt werden, das Ministerium rechnete mit bis zu 2000 gewaltbereiten Demonstranten. Zu der zentralen Kundgebung der Gewerkschaften in Paris wurden Tausende Menschen erwartet. Präsident Emmanuel Macron hatte ein entschlossenes Vorgehen gegen Randalierer angekündigt.

Die "Gelbwesten"-Anhänger protestieren seit November gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron. Bei den Protesten war es in den vergangenen Monaten in der Hauptstadt immer wieder zu Ausschreitungen gekommen. Deswegen sind einige Bereiche wie die Prachtstraße Champs-Élysées für Demonstrationen gesperrt.

mst/dpa/AFP

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