Pariser Flughafen Dutzende Gepäckarbeiter als Sicherheitsrisiko eingestuft

Die Behörden haben 43 Mitarbeitern des Flughafens Charles de Gaulle in Paris die Sicherheitsfreigabe entzogen. Als Begründung führte Innenminister Sarkozy an, die Personen hätten möglicherweise Kontakt zu radikalen Organisationen.


Paris - Die betreffenden Mitarbeiter dürfen nach Angaben von Minister Nicolas Sarkozy nun bestimmte sensible Bereiche des Flughafens nicht mehr betreten. Es sei seine Pflicht sicherzustellen, dass Flughafenarbeiter keine Verbindungen zu radikalen Organisationen hätten, sagte Sarkozy heute bei einer Veranstaltung an der Universität Sorbonne.

Ein Sprecher der Flughafenbehörde sagte gestern, die Entscheidung gehe auf eine Empfehlung der französischen Antiterroreinheit Uclat nach 18-monatigen Ermittlungen zurück. Anwälten zufolge verlieren die für Subunternehmer tätigen Personen nun vermutlich ihre Arbeit. Vier von ihnen reichten in der vergangenen Woche eine Beschwerde ein, wie ihr Anwalt Eric Moutet gestern sagte. Sie machten geltend, dass sie ungerechtfertigt mit Terrorismus in Verbindung gebracht wurden, weil sie Muslime seien.

ffr/AP



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