Parteitag der Demokraten Edwards nennt Bushs Politik hasserfüllt

John Edwards hat auf dem Wahlparteitag der US-Demokraten eine umjubelte Rede über nationale Sicherheit und Terrorismusbekämpfung gehalten. Der Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten hielt Präsident Bush eine "hasserfüllte Politik" vor. An einem ließ Edwards aber auch keinen Zweifel: Die USA würden im Irak siegen.


John Edwards verspricht den Sieg im Irak
DPA

John Edwards verspricht den Sieg im Irak

Boston - Um den Irak-Feldzug siegreich zu beenden und den Befriedungsprozess voranzubringen, müsse jedoch die Nato stärker eingebunden werden, sagte der Senator von North Carolina vor den 4350 Delegierten des Wahlparteitags in Boston. Edwards, der seine erste große Rede als Kandidat der Demokraten für das Amt des Vizepräsidenten hielt, kündigte an, unter einer Präsidentschaft von Spitzenkandidat John Kerry werde der Kampf gegen den Terrorismus verschärft, ebenso der gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, und es werde einen besseren Schutz der USA vor Anschlägen geben.

Edwards reagierte mit seiner Rede auf Umfrageergebnisse, denen zufolge eine Mehrheit der Amerikaner auf diesen Feldern Präsident George W. Bush mehr Vertrauen als Kerry schenkt. Edwards kündigte eine Verstärkung der US-Truppen und die Modernisierung der Waffensysteme an. Die Bush-Regierung habe es drei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 noch immer nicht geschafft, die dringend notwendige Reform der US-Geheimdienste zu beginnen. An die Terrororganisation al-Qaida richtete Edwards die "unmissverständliche Botschaft": "Ihr könnt nicht entkommen. Ihr könnt euch nicht verstecken. Und wir werden euch zerstören."

Bush sei für eine "alte, hasserfüllte und negative Politik" verantwortlich, die das Land in "zwei Amerikas", das der Reichen und das der anderen gespalten habe, sagte Edwards unter dem Jubel der Delegierten. Kerry dagegen habe eine "positive, optimistische Vision" für die USA. Den Millionen ohne Krankenversicherung, ohne Arbeit, den 36 Millionen Armen in den USA müsse endlich geholfen werden. Edwards pries Kerry als "starken, entschlossenen Führer", der Amerika wieder einigen werde - und der die Welt "auf unsere Seite" bringe.



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