Ermittlungen gegen Ex-Trump-Berater US-Gericht stellt Manafort unter Hausarrest

Schwere Geldwäsche-Vorwürfe: Ein Bundesgericht hat Hausarrest für Trumps ehemaligen Wahlkampfleiter Paul Manafort angeordnet.
Paul Manafort, versteckt hinter der Sonnenblende

Paul Manafort, versteckt hinter der Sonnenblende

Foto: JONATHAN ERNST/ REUTERS

Der ehemalige Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist im Zuge der Ermittlungen zur Russlandaffäre unter Hausarrest gestellt worden. Ein Bundesgericht in Washington begründete die Entscheidung am Montag mit schweren Geldwäsche-Vorwürfen gegen Manafort. Außerdem solle er eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar (8,6 Millionen Euro) hinterlegen.

Auch Manaforts Geschäftspartner Richard Gates, der als dessen Stellvertreter für Trumps Wahlkampfteam gearbeitet hatte, wurde unter Hausarrest gestellt und muss fünf Millionen Dollar Kaution hinterlegen.

Manafort hatte sich am Montagmorgen in Washington dem FBI gestellt. Die US-Justiz wirft ihm und Gates Verschwörung gegen die USA und Geldwäsche vor. Die beiden sollen Millioneneinnahmen aus ihrer Tätigkeit in der Ukraine vor den US-Behörden verborgen haben. Sie hatten für den früheren prorussischen Staatschef der Ukraine, Viktor Janukowitsch, gearbeitet. Beide plädierten im Laufe des Tages auf unschuldig.

Trump und der Präsidentschaftswahlkampf werden in der 31-seitigen Anklageschrift zwar mit keinem Wort erwähnt: Gleichwohl ist die Anklage das bislang brisanteste Ergebnis der Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zu den Verbindungen des Trump-Teams nach Russland. Sie hat das Potenzial, den Druck auf Trump in der Affäre nochmals massiv zu steigern.

Im Video: Trumps Ex-Wahlkampfchef Manafort stellt sich dem FBI

SPIEGEL ONLINE
mkl/AFP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.