Obama über Trump "Erwartet nicht das Schlechteste"

Die Wahl von Donald Trump sorgt auch rund um den Pazifik-Gipfel in Peru für Unsicherheit. Welchen Kurs wird der kommende US-Präsident nehmen? Amtsinhaber Barack Obama versuchte zu beruhigen.

Barack Obama
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Bei seinem letzten großen öffentlichen Auftritt im Ausland hat US-Präsident Barack Obama vor einer Vorverurteilung seines Nachfolgers Donald Trump gewarnt. "Erwartet nicht das Schlechteste, hofft, dass die Administration ihren Job machen und arbeiten wird. Danach kann man sein Urteil fällen", sagte er in Lima bei einer Veranstaltung mit 1000 Studenten und jungen Führungskräften.

Nach jeder Wahl gäbe es ein Gefühl der Unsicherheit. "Es wird nicht das Gleiche sein, wie er regiert und wie er Wahlkampf gemacht hat", versucht Obama zu beruhigen.

Eine Studentin will zum Schluss vom US-Präsidenten wissen, was er jungen Leuten rät. "Nicht die Vergangenheit ignorieren, sondern von ihr lernen", antwortet Obama. Die Demokratie verteidigen. Er sei gerade noch in Athen, dem Geburtsort der Demokratie gewesen.

Die Unsicherheit zeigt sich auch bei den am Gipfel teilnehmenden Politikern. Chinas Staatschef Xi Jinping sagte bei einem Treffen mit Obama, nach der Wahl von Trump stünden die Beziehungen beider Länder vor einem "entscheidenden Moment". Washington und Peking müssten sich nun auf ihre Zusammenarbeit konzentrieren", ihre "Differenzen beilegen" und einen "reibungslosen Übergang" in ihren Beziehungen sicherstellen, sagte Xi. Er hoffe darauf, dass das Verhältnis beider Länder "weiter wachsen" werde. Trump hatte China im Wahlkampf scharf kritisiert.

Zur Eröffnung des Gipfels hatte auch Perus Präsident Pedro Pablo Kuczynski vor einer Abschottung der US-Wirtschaft gewarnt. Es sei wichtig, "dass der Welthandel wieder wächst und dass Protektionismus besiegt wird, sagte er.

In seinem Wahlkampf hatte sich Trump sehr skeptisch gegenüber Freihandelsabkommen geäußert. Geplante Freihandelsabkommen wie das zwischen den USA und der EU (TTIP) oder das zwischen Amerika und Asien (TPP) lehnt er ab. Darüber hinaus will er die US-Wirtschaft mit hohen Strafzöllen etwa gegenüber Konkurrenz aus China schützen.

als/dpa



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weem 20.11.2016
1. Nicht beruhigend
Okay, wir sollen also von Trump nicht das Schlechteste erwarten. So ziemlich das Schlechteste wäre die komplette Zerstörung der Welt mittels Nuklearkrieg. Dass aber das zweitschlechteste möglich wäre, beruhigt mich jetzt allerdings auch nicht wirklich.
Actionscript 20.11.2016
2. Korrekter Staatsmann
Obama benimmt sich wie immer als korrekter Staatsmann. Jetzt, wo Trump Präsident Elect ist, da versucht Obama ihn als einfach nur den Präsidenten der USA zu nennen, der seine "Arbeit" machen wird. Diese Einstellung stuft ihn zwar als Staatsmann ein, der an das System und seine Unfehlbarkeit glaubt. Jedoch spielt er damit auch die Gefährlichkeit eines Trump herunter und macht ihn gesellschaftsfähig. Ich mag Obama als Präsident. Doch diese Einstellung, die ihn eher als einen Roboter als einen Menschen erscheinen lässt, mag ich absolut nicht. Er sollte zu seiner Meinung stehen.
Bueckstueck 20.11.2016
3.
Zitat von ActionscriptObama benimmt sich wie immer als korrekter Staatsmann. Jetzt, wo Trump Präsident Elect ist, da versucht Obama ihn als einfach nur den Präsidenten der USA zu nennen, der seine "Arbeit" machen wird. Diese Einstellung stuft ihn zwar als Staatsmann ein, der an das System und seine Unfehlbarkeit glaubt. Jedoch spielt er damit auch die Gefährlichkeit eines Trump herunter und macht ihn gesellschaftsfähig. Ich mag Obama als Präsident. Doch diese Einstellung, die ihn eher als einen Roboter als einen Menschen erscheinen lässt, mag ich absolut nicht. Er sollte zu seiner Meinung stehen.
Tut er doch, leider werden hier nicht die Botschaften zwischen den Zeilen transportiert. Er kann sich natürlich nicht hinstellen und seinen gewählten Nachfolger als Bedrohung der nationalen Sicherheit bezeichnen, auch wenn er das ist. Die Folgen können unabsehbar sein, bis hin zu gewaltätigen Auseindersetzungen oder gar Aufständen. Das konnte er vor der Wahl tun und hat er auch gemacht.
Fragen&Neugier 20.11.2016
4. Das Zweitschlechteste???
Zitat von weemOkay, wir sollen also von Trump nicht das Schlechteste erwarten. So ziemlich das Schlechteste wäre die komplette Zerstörung der Welt mittels Nuklearkrieg. Dass aber das zweitschlechteste möglich wäre, beruhigt mich jetzt allerdings auch nicht wirklich.
Das Zweitschlechteste wär mit Hillary Clinton sicher eingetreten, vielleicht gar das Schlechteste. Mit Donald Trump besteht zwar eine gewisse bis erhebliche Gefahr - aber sicher ist es nicht. Ist eigentlich niemandem von den guten Demokraten aufgefallen, wie wenig sich Barack Obama FÜR Hillary Clinton überzeugend eingesetzt hat? Gegen Donald Trump, da war überzeugend und hat "Herzblut" investiert. Was auch nötig war, weil ausser "die erste Frau im Amt" es kaum mehr pro Clinton zu sagen gab, als "Donald Trump verhindern". Auch darum war der Wahlkampf so "unterirdisch". Nun sollte man vorwärts schauen - die Clintons sind Geschichte, auch bei den US-Demokratien, und das ist gut so.
Skyscanner 20.11.2016
5. Obama sollte den Mund halten, er ist nicht besser
Obama gehört zu dem Establishment der Wall Street Schattengestalten die fast alle Fernsehsender und Zeitungen mir Ihren Geld Ihre Möchtegern Welt manifestieren wollen. Obama und sein Establishment hat Kriege angezettelt und Länder in den Abgrund gestürzt hat. Diese verlogene elende Politik ist nun vorbei, was Obama als mit seinem Nachtreten bezwecken will ist klar, eine verbitterte Masse die gegen Trump ätzen soll. Zumindest weiß er die manipulierte Medien Main Stream gegen Trump gut ein zusetzen. Aber Deutschland sollte von Obama Abstand nehmen, er ist der Präsident der Vergangenheit und nun kommt Trump der Präsident der Zukunft. Deutschland wäre gut beraten, wie es die Japaner machen, mit Trump einfach zusammen arbeiten. Und nicht als an Obamas angeblicher schönen Welt (die es weiß Gott bestimmt nicht war, eher das Gegenteil mit seinen geschaffenen Kriegen und Elend) fest zuhalten. Aber so viel Hirnschmalz von unseren Politikern zu erwarten, glaube das wäre zu viel verlangt bzw. nicht möglich.
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