Pentagon-Eingeständnis Wichtige Regionen des Irak in Rebellenhand

Die US-Regierung gesteht massive Probleme bei der Kontrolle des Iraks ein: Wichtige Regionen des Landes seien in der Hand von Rebellen. Die Sicherheitsprobleme gefährden zusehends die im Januar geplanten Wahlen.

Washington - Hochburgen der Rebellen seien die Städte Ramadi, Falludscha, Bakuba und Samarra, teilten Spitzenbeamte des US-Verteidigungsministeriums nach Angaben der "New York Times" mit. Es sei unklar, wann die Streitkräfte und ihre irakischen Verbündeten diese Gebiete im Zentrum des Landes zurückgewinnen könnten. Die massiven Sicherheitsprobleme im Irak könnten sogar den Termin für die Anfang Januar geplanten Wahlen im Irak gefährden, hieß es.

Künftige Erfolge im Kampf gegen die Rebellen hingen vom Ausbildungstand der irakischen Soldaten ab, sagten US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Generalstabschef Richard Myers. Diese sollen nach US-Vorstellungen bei den Militäroperationen federführend sein. Die irakischen Streitkräfte seien zur Zeit noch nicht in der Lage, die Kontrolle über diese Gebiete bis Ende 2004 zu erkämpfen und auch danach zu verteidigen, sagte Myers.

Es sei beunruhigend, dass in bestimmten sunnitischen Regionen bis zum Januar kommenden Jahres nicht die für das Abhalten von Wahlen notwendige Sicherheit hergestellt werden könne. Eine Verschiebung der Wahlen würde aber die Bevölkerung in den Schiitengebieten wütend machen, heißt es in der "New York Times". Die USA und die irakische Übergangsregierung wollten ein Strategiekonzept erarbeiten, wie diese Städte von den alliierten Streitkräften zurückerobert werden könnten.

Auch Annan äußerte sich besorgt über den Demokratisierungsprozess im Irak. Es werde immer schwerer, die für Januar geplante Wahl zu organisieren. Annan mahnte die USA, sich stärker auf einen politischen Prozess in dem Golfstaat zu stützen als auf den Einsatz von Gewalt.

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