Vorwürfe gegen US-Soldaten Pentagon prüft angebliche Leichenfotos aus dem Irak

Das US-Militär untersucht Fotos, die zeigen sollen, wie US-Soldaten im Irak die Leichen von Rebellen in Brand setzen. Die Bilder tauchten auf der Website TMZ.com auf, ob sie authentisch sind, ist noch unklar. Angeblich stammen die Aufnahmen aus dem Jahr 2004 und entstanden in Falludscha.


Washington - Das US-Militär untersucht Fotos, die zeigen sollen, wie amerikanische Soldaten Leichen irakischer Rebellen verbrennen. Die Internetseite "TMZ.com" hatte die Bilder veröffentlicht. Darauf übergießen mit Uniformen bekleidete Personen offenbar Leichen mit Benzin oder einer anderen entflammbaren Flüssigkeit. Die Überreste sind brennend und dann verkohlt zu sehen. Im Islam ist die Verbrennung des toten Körpers aber grundsätzlich verboten.

Auf einem Bild posiert ein Soldat neben einem Totenkopf. Laut CNN veröffentlichte die Website nur 8 von 41 Fotos, da die restlichen Bilder zu brutal seien. Sie sollen 2004 in der irakischen Stadt Falludscha aufgenommen worden sein. Woher sie stammen, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Die Marineinfanterie prüfe die Echtheit der Aufnahmen, sagte ein Pentagon-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. "Die in diesen Fotos abgebildeten Handlungen entsprechen nicht dem, was wir von unseren Einsatzkräften erwarten", hieß es in einer Mitteilung. Auch die Namen der Beteiligten sollten, soweit möglich, geklärt werden.

ffr/dpa

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