Ehemaliger Bayern-Trainer Anklage wegen Rebellion - Guardiola reagiert auf Gerüchte

Pep Guardiola ist einer der prominentesten Verfechter für die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien. Laut Medienberichten droht ihm deshalb eine Anklage wegen Rebellion.
Pep Guardiola

Pep Guardiola

Foto: PAUL ELLIS/ AFP

Seit Jahren setzt sich Ex-Bayern-Trainer Josep "Pep" Guardiola für die Unabhängigkeit Kataloniens ein. Laut spanischen Medien droht dem Katalanen deshalb eine Anklage wegen Rebellion. Guardiola reagierte zurückhaltend auf die Gerüchte. "Wir werden sehen, was passiert", sagte der Teammanager von Manchester City.

Zuvor hatte das katalanische Portal El Nacional  berichtet, die spanische Polizei ermittle wegen des Vorwurfs der Rebellion gegen den 46-Jährigen. Guardiola unterstützt die Unabhängigkeitsbewegung seit Jahren offen. "Der Rest Spaniens muss akzeptieren, was die Leute aus Katalonien wirklich wollen", sagte Guardiola. Am Donnerstag hatten die Separatisten ihre Mehrheit im katalanischen Parlament verteidigt.

Guardiola rief Katalanen zu Ungehorsam auf

Das Portal El Nacional beruft sich bei seinem Bericht auf eine Demonstration im Juni, bei der Guardiola das Wort ergriffen hatte. Guardiola rief zu Ungehorsam gegenüber der Zentralregierung auf. "Wir werden am 1. Oktober über unsere Zukunft abstimmen, auch wenn der spanische Staat das nicht möchte", sagte er vor dem ersten Referendum vor Tausenden Demonstranten in Barcelona.

Zudem bat er "Europa und die Welt" um Unterstützung für Katalonien "gegen die Übergriffe eines autoritären Staates". Die Demokratie sei in Spanien bedroht. An der von mehreren Verbänden und Parteien organisierten Demonstration nahmen neben Guardiola weitere katalanische Persönlichkeiten des Sports, der Wirtschaft und der Kultur teil.

Guardiola hat schon häufiger öffentlich seine Unterstützung für die Separatisten erklärt. Im Sommer 2014, damals noch in Diensten des FC Bayern München, nahm er an einer Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz teil, bei der die Unabhängigkeit Kataloniens gefordert wurde.

koe/Reuters