Peruanische Terrorgruppe Regierung meldet Tod zweier Anführer von "Leuchtender Pfad"

Die peruanische Armee hat offenbar zwei Anführer der terroristischen Gruppierung "Leuchtender Pfad" getötet. Das teilte Staatschef Humala mit. DNA-Tests sollen die Identität der beiden Männer bestätigen.


Lima - Die peruanische Armee will zwei Führer der Rebellengruppe "Sendero Luminoso" ("Leuchtender Pfad") getötet haben. Bei den Toten soll es sich um die beiden Anführer der terroristischen maoistischen Gruppierung handeln, teilte der peruanische Staatschef Ollanta Humala mit.

Soldaten hätten eine Gruppe bewaffneter Rebellen am Sonntagabend in der Umgebung von Llochegua aufgespürt. Unter ihnen waren auch Orlando Borda Casafranca, alias "Alipio", und Martín Quispe Palomino, alias "Gabriel". DNA-Analysen sollen nun bestätigen, dass es sich wirklich um die Führungsriege der Gruppe handelt, sagte Präsident Humala. Die beiden galten als Militärchefs der Organisation.

Ein Polizist einer Spezialeinheit sagte, dass sie längere Zeit auch mit geheimdienstlichen Mitteln hinter den Anführern der Rebellengruppe hergewesen seien. Seit 2008 waren rund 100 Soldaten in der vom "Leuchtenden Pfad" kontrollierten Region, die für den Kokainanbau bekannt ist, ermordet worden. Experten gehen davon aus, dass Peru bereits Kolumbien als größten Kokainproduzenten der Welt abgelöst hat.

Etwa 70.000 Menschen starben seit 1980 im Konflikt mit der Rebellengruppe. Die Festnahme des Gründers von "Sendero", Abimael Guzmán, leitete 1992 den Niedergang der maoistischen Guerilla ein. Nur kleinere Gruppen blieben im Dschungel aktiv, zum Teil in enger Verbindung mit dem Drogenhandel. Der heute 79-jährige Guzmán verbüßt eine lebenslange Haftstrafe.

lei/dpa/AFP

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