Perus Präsident García "Bin Ladens Tod ist ein Papst-Wunder"

Der peruanische Präsident Alan García knüpft überirdische Zusammenhänge - und zwar zwischen der jüngsten Seligsprechung von Johannes Paul II. und dem Ableben Bin Ladens. Der Tod des Terrorchefs sei das "erste Wunder" des verstorbenen Papstes - und ein weiterer Schritt in Richtung Heiligkeit.


Lima - Die tödliche Jagd auf Qaida-Chef Osama Bin Laden ist nach Ansicht des peruanischen Präsidenten Alan García dem erst am Sonntag selig gesprochenen Papst Johannes Paul II. zu verdanken. Das 2005 verstorbene Oberhaupt der katholischen Kirche habe keine Zeit vergeudet und unmittelbar nach seiner Seligsprechung für ein "Wunder" gesorgt, sagte der Staatschef bei der Einweihung eines Wasserkraftwerks.

Papst Johannes Paul II. habe die Welt damit von "dieser Inkarnation des Teufels, diesem Dämon des Hasses und des Verbrechens" befreit. Er hoffe, dass das Terrornetzwerk Bin Ladens mit dessen Tod an Bedeutung verliere, ergänzte der Staatschef des südamerikanischen Landes.

Es war unklar, wie ernst García seine Äußerungen meinte. Prinzipiell muss sich nach der Seligsprechung noch ein zweites Wunder ereignen, damit ein Seliger zum Heiligen werden kann. Für die Seligsprechung von Johannes Paul II. war die Heilung einer französischen Nonne anerkannt worden. Sie war nach eigenen Angaben durch ein Gebet an den verstorbenen Papst von der Parkinson-Krankheit geheilt worden.

amz/dapd/AFP



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