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15. April 2019, 01:48 Uhr

Präsidentschaftswahl 2020

Pete Buttigieg will für US-Demokraten gegen Donald Trump antreten

Er ist 37 Jahre alt, Bürgermeister einer 102.000-Einwohner-Stadt, Afghanistan-Veteran und mit einem Mann verheiratet: Der US-Demokrat Pete Buttigieg hat offiziell seine Kampagne für die Präsidentschaftskandidatur gestartet.

Der US-Demokrat Pete Buttigieg hat offiziell seine Präsidentschaftskampagne eingeläutet. Der 37-jährige Bürgermeister von South Bend im US-Bundesstaat Indiana kündigte vor Anhängern in der Stadt an, im kommenden Jahr für die Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump antreten zu wollen. "Ich bin hier, um eine andere Geschichte als 'Macht Amerika wieder großartig' zu erzählen", sagte Buttigieg mit Blick auf Trumps Slogan.

Zu Buttigiegs Ankündigung waren so viele Menschen nach South Bend gekommen, dass nicht alle in den Veranstaltungsort in einer ehemaligen Autofabrikhalle passten - viele verfolgten die Ankündigung bei Regen auf einer riesigen Leinwand vor der Halle. "Er steht für eine neue Generation demokratischer Führung. Wir lieben seine Vision", sagte die 35-jährige Jenn Watts.

Buttigieg ist Absolvent der Eliteuniversität Harvard, er studierte Geschichte und Literatur. Er spricht acht Sprachen und steht der 102.000-Einwohner-Stadt South Bend seit sieben Jahren vor - in der Zeit hat er sich einen guten Ruf erworben. Von dem Amt nahm er eine siebenmonatige Auszeit, um als Soldat in Afghanistan zu dienen.

Buttigieg wäre der erste offen homosexuelle Präsidentschaftskandidat einer der großen Parteien der USA. Zu dem Termin in South Bend am Sonntag kam er gemeinsam mit seinem Ehemann.

In das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten stieg Buttigieg vor einigen Wochen als Außenseiter ein - mittlerweile ist seine Bekanntheit stark gestiegen. Am selben Tag, an dem er nun offiziell seine Kampagne startete, gab er der US-Klatschseite "TMZ" ein Interview. In dem "New York Magazine" erschien ein Artikel über ihn mit der Überschrift "Wonder Boy".

Zwar beginnen die Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die eigentliche Präsidentschaftswahl im November 2020 festlegen, erst in knapp einem Jahr. Aber der Wahlkampf läuft längst. In den vergangenen Wochen hat bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung erklärt. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Kirsten Gillibrand sowie der texanische Abgeordnete Beto O'Rourke und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro.

aar/AFP

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