Vor der Küste Benins Piraten kapern norwegisches Schiff - neun Besatzungsmitglieder entführt

Sie kamen, als das Frachtschiff vor dem westafrikanischen Benin vor Anker lag: Piraten haben die norwegische "MV Bonita" überfallen und neun Seeleute entführt.

Dieses Foto der "MV Bonita" stammt von der Website der Reederei J.J. Ugland: Das Schiff ist knapp 190 Meter lang
J.J. Ugland

Dieses Foto der "MV Bonita" stammt von der Website der Reederei J.J. Ugland: Das Schiff ist knapp 190 Meter lang


Das norwegische Frachtschiff "MV Bonita" der Reederei J.J. Ugland ist vor der Küste Westafrikas von Piraten gekapert worden. Das Schiff habe vor Benin vor Anker gelegen, als neun Besatzungsmitglieder entführt worden seien, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Die verbliebene Besatzung der "MV Bonita" informierte demnach die örtlichen Behörden und das Schiff dockte in der Hafenstadt Cotonou an. "Wir behandeln die Situation gemäß den Notfallplänen und sind in Kontakt mit den zuständigen Behörden", hieß es in der Erklärung der Reederei. Die Familien der Besatzungsmitglieder seien kontaktiert worden und würden weiterhin über alle Entwicklungen informiert.

Das Schiff hatte den Angaben zufolge Gips geladen, der für Benin bestimmt war.

Geiselnahme zur Erpressung von Lösegeld ist in Teilen Westafrikas weit verbreitet. Im August wurden beispielsweise acht Besatzungsmitglieder vor Kamerun vom Schiff einer deutschen Reederei entführt. Und vor Nigeria traf es im Juli zehn türkische Segler.

aar/Reuters

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