Türkei Mehrere PKK-Anschläge auf Polizisten

Die Türkei bombardiert Stellungen der PKK - und die Kurden schießen offenbar zurück: An mehreren Orten kam es zu Gefechten. Drei Soldaten sollen getötet worden sein.

Mitglieder der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) haben im Südosten der Türkei offenbar drei türkische Soldaten erschossen. Nach Angaben der türkischen Armee wurde ein Militärkonvoi auf einer Straße im Bezirk Akcay in der Provinz Sirnak angegriffen. Ein PKK-Mitglied sei bei anschließenden Kämpfen getötet worden.

Es ist der jüngste Angriff in einer Serie von Attacken gegen Polizisten und Soldaten, während die türkische Armee wiederum im Nordirak und in der Türkei PKK-Stellungen bombardiert. Der Konflikt hat den mühsamen Friedensprozess zwischen der türkischen Regierung und der PKK zum Erliegen gebracht.

Nach dem Anschlag in Sirnak schickte die Armee Drohnen, Hubschrauber und Truppeneinheiten zu dem Ort, der an der syrisch-irakischen Grenze liegt.

In der südosttürkischen Provinz Diyarbakir ist bei einem weiteren Anschlag mindestens ein Polizist getötet worden. Auch hierfür soll die PKK verantwortlich sein. Anhänger hätten im Bezirk Cinar auf den Beamten geschossen, berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Anadolu. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, ein weiteres Opfer sei seinen Verletzungen erlegen. Die PKK bekannte sich zunächst nicht zu dem Anschlag.

DHA berichtete weiter, in der osttürkischen Provinz Agri seien bei Gefechten zwischen Sicherheitskräften und der PKK zwei PKK-Kämpfer getötet worden.

kry/Reuters/AFP/dpa