Festnahmen in Spanien und Marokko IS-Rekrutierer sollen Frauen angeworben haben

In Spanien und Marokko soll eine Zelle der Terrormiliz "Islamischer Staat" Frauen im Internet angeworben haben. Jetzt sind die mutmaßlichen Rekrutierer festgenommen worden.

IS-Kämpfer in Rakka: Frauen sollen im Internet angeworben worden sein
AP

IS-Kämpfer in Rakka: Frauen sollen im Internet angeworben worden sein


Madrid - Die Polizei in Spanien und Marokko hat eine Terrorzelle zerschlagen, die Frauen für den "Islamischen Staat" (IS) in Syrien und im Irak angeworben haben soll. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, wurden sieben Verdächtige festgenommen, darunter vier Frauen. Die Festnahmen erfolgten in Barcelona, in den spanischen Nordafrika-Exklaven Melilla und Ceuta sowie in der nordmarokkanischen Stadt Fnideq.

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, im Auftrag des IS ein Netzwerk gebildet zu haben. Ziel sei es gewesen, Frauen anzuwerben und diese ins Krisengebiet zu schicken. Nach Angaben der spanischen Polizei wurde bei den Ermittlungen auch auf Informationen aus sozialen Netzwerken und WhatsApp zurückgegriffen.

Der "Islamische Staat" hat in Syrien und im Irak große Landesteile unter seine Kontrolle gebracht und im Juni ein Kalifat ausgerufen. Eine internationale Allianz unter US-Führung fliegt Luftangriffe gegen die Terrormiliz. Fast 3,6 Millionen Menschen werden bis zum Ende des Jahres vor dem "Islamischen Staat" in die Nachbarstaaten geflohen sein. Europäische Staaten befürchten, dass muslimische Bürger in die Konfliktregion ziehen und dann radikalisiert zurückkehren, um in ihren Heimatländern Anschläge zu verüben.

mka/dpa/Reuters

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