Nach Protesten in Warschau Gericht verhängt Strafen gegen Greenpeace-Aktivisten

An einer Feuerleiter kletterten sie auf das Dach des Wirtschaftsministeriums in Warschau und entrollten Transparente. 47 Greenpeace-Aktivisten nahm die Polizei daraufhin fest. Nun hat ein polnisches Gericht die ersten Strafen gegen die Umweltschützer verhängt.

Aktivisten klettern auf das Wirtschaftsministerium:
AFP

Aktivisten klettern auf das Wirtschaftsministerium:


Warschau - Auf dem Transparent standen zwei Fragen: "Wer regiert Polen?" Und: "Die Kohleindustrie oder die Menschen?" Für ihren Protest gegen die internationale Kohle-Konferenz in Warschau sind Greenpeace-Aktivisten jetzt von einem Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Zwei Demonstranten müssten 1500 Zloty (knapp 380 Euro) sowie die Gerichtskosten zahlen, sagte ein Sprecher des Bezirksgerichts Warschau.

Die Polizei hatte nach der Aktion am Montag 47 Aktivisten festgenommen. Die meisten von ihnen stammen aus dem Ausland, berichtete Telewizja republika. Insgesamt müssen sich in den kommenden Wochen noch 22 Umweltschützer wegen Hausfriedensbruchs vor Gericht verantworten.

In Warschau findet derzeit die UN-Klimakonferenz statt, auf der unter anderem über die Finanzierung von Klimafolgen verhandelt wird. Gastgeberland Polen wird von Umweltgruppen wegen seiner hohen Kohlendioxid-Emissionen und dem Festhalten an der Kohlenutzung kritisiert. Polens Strom wird zu 90 Prozent in Kohlekraftwerken erzeugt.

vks/dpa



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verax 20.11.2013
1. Hausfriedensbruch und ein paar hundert Euro
Zitat von sysopAFPAn einer Feuerleiter kletterten sie auf das Dach des Wirtschaftsministeriums in Warschau und entrollten Transparente. 47 Greenpeace-Aktivisten nahm die Polizei daraufhin fest. Nun hat ein polnisches Gericht die ersten Strafen gegen die Umweltschützer verhängt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/polnisches-gericht-verhaengt-erste-strafen-gegen-umweltaktivisten-a-934729.html
Das ist das, was Greenpeace legitimerweise riskiert, um auf Verbrechen an der Umwelt und an Menschen, die unter der Umweltverschmutzung leiden, hinzuweisen, die eigentlich wesentlich höhere Strafen zur Folge haben müssten als die gegen Greenpeace. Das ist einkalkuliert und "angemessen". Was dagegen in Russland passiert, sind die kriminellen Auswüchse einer vom Kreml und damit letztendlich von der russischen Oligarchie gelenkten Justiz. Diese, der FSB und der Herr im Kreml gehören eigentlich ins Gefängnis und nicht Greenpeace.
Flari 20.11.2013
2. Absolut unverantwortlich
Eine Drehleiter ist kein Massentransportmittel. Die zulässige Mittenlast der Leiter, als auch des Drehgestells dürfte sehr weit überschritten gewesen sein. Wenn sich die radikalen Kurzdenker von GP nur selber gefährden, wäre das deren Sache. Leider ist es aber nicht so, sondern es werden immer wieder Unbeteiligte mit in Gefahr gebracht.
---SiD 21.11.2013
3. Verbrecher!
Zitat von veraxDas ist das, was Greenpeace legitimerweise riskiert, um auf Verbrechen an der Umwelt und an Menschen, die unter der Umweltverschmutzung leiden, hinzuweisen, die eigentlich wesentlich höhere Strafen zur Folge haben müssten als die gegen Greenpeace. Das ist einkalkuliert und "angemessen". Was dagegen in Russland passiert, sind die kriminellen Auswüchse einer vom Kreml und damit letztendlich von der russischen Oligarchie gelenkten Justiz. Diese, der FSB und der Herr im Kreml gehören eigentlich ins Gefängnis und nicht Greenpeace.
Die russische Oligarchie, der FSB (alle Mitarbeiter?) und der Herr im Krelm, der ja sowieso für alles persönlich verantwortlich ist sollen ins Gefängniss. Gegen genau welche Gesetze welches Landes haben die alle verstossen? Welches Land wird die Anklage erheben?
verax 21.11.2013
4. Der FSB hat im Auftrag ...
Zitat von ---SiDDie russische Oligarchie, der FSB (alle Mitarbeiter?) und der Herr im Krelm, der ja sowieso für alles persönlich verantwortlich ist sollen ins Gefängniss. Gegen genau welche Gesetze welches Landes haben die alle verstossen? Welches Land wird die Anklage erheben?
... von Putin eine Greenpeaceschiff in internationalen Gewässern gekabert, auf gut Deutsch "geraubt", schon vergessen? Die Justiz beugt das Recht. Noch nicht gemerkt? Und wenn Ihnen das als Antwort nicht reicht, empfehle ich Ihnen eine TAZ-Lektüre. Das ist ja nicht gerade Springer-Presse, oder?: Russische Milliardäre: Die neue Russland AG - taz.de (http://www.taz.de/!114583/)
verax 21.11.2013
5. Sind Sie bei der Feuerwehr?
Zitat von FlariEine Drehleiter ist kein Massentransportmittel. Die zulässige Mittenlast der Leiter, als auch des Drehgestells dürfte sehr weit überschritten gewesen sein. Wenn sich die radikalen Kurzdenker von GP nur selber gefährden, wäre das deren Sache. Leider ist es aber nicht so, sondern es werden immer wieder Unbeteiligte mit in Gefahr gebracht.
Wenn Sie Recht haben: Gut zu wissen, dass in einem Notfall die Feuerwehrleute nur einzeln über die Leiter dürfen! Ich richte mich dann im Brandfall darauf ein.
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