Präsidentschaftswahl in Finnland Ex-Finanzminister Niinistö gewinnt erste Runde

Der konservative Sauli Niinistö hat die Präsidentschaftswahl in Finnland gewonnen. Ersten Ergebnissen zufolge kam er auf 37 Prozent der Stimmen, verpasste damit jedoch die erforderliche absolute Mehrheit. In zwei Wochen muss er zur Stichwahl antreten.

Sauli Niinistö mit seiner Ehefrau: Trotz Sieg zur Stichwahl
DPA

Sauli Niinistö mit seiner Ehefrau: Trotz Sieg zur Stichwahl


Helsinki - Es kam wie erwartet: Der konservative Ex-Finanzminister Sauli Niinistö hat die erste Runde bei der Präsidentschaftswahl in Finnland gewonnen. Der 63-Jährige kam am Sonntag auf 37 Prozent der Stimmen und führte damit klar vor den anderen sieben Kandidaten. Das berichtete der staatliche Rundfunk. Die erforderliche absolute Mehrheit hat Niinistö damit jedoch verpasst - er muss nun am 5. Februar bei einer Stichwahl gegen den Zweitplatzierten Pekka Haavisto antreten.

Haavisto ist Kandidat der Grünen und ehemaliger Umweltminister. Für ihn stimmten 18,8 Prozent der Wähler. Auf dem dritten Platz landete der liberale Ex-Außenminister Paavo Väyrynen mit 17,5 Prozent. Als chancenlos galt der Rechtspopulist Timo Soini, der bei der Direktwahl auf 9,4 Prozent und damit auf den vierten Platz kam. Soinis betont euroskeptische Partei Wahre Finnen hatte bei den letzten Reichstagswahlen fast 20 Prozent der Stimmen geholt.

Noch hinter Soini landete der frühere sozialdemokratische Regierungschef Paavo Lipponen abgeschlagen mit 6,7 Prozent auf dem fünften Platz. An der ersten Runde der Wahl beteiligten sich 72,7 Prozent der 4,4 Millionen stimmberechtigten Finnen. Etwa ein Drittel hatte per Brief gewählt.

Finnlands Staatsoberhaupt wird für sechs Jahre gewählt und hat vor allem repräsentative Aufgaben. Die bisherige Präsidentin, Sozialdemokratin Tarja Halonen, durfte nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren.

aar/dpa/dapd



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