Präsidentschaftswahlen Erster Republikaner stellt sich gegen Obama auf

In den USA hat der erste Republikaner seinen Hut gegen Barack Obama in den Ring geworfen. Tim Pawlenty, Ex-Gouverneur von Minnesota, bereitet seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl-Wahl 2012 vor. Zu den Favoriten zählt er allerdings nicht.

Tim Pawlenty: gegen Abtreibung, gegen Staatsverschuldung, gegen Homo-Ehe.
REUTERS

Tim Pawlenty: gegen Abtreibung, gegen Staatsverschuldung, gegen Homo-Ehe.


Washington - Nach längerem Zögern bereitet der erste US-Republikaner offiziell seine Kandidatur gegen Präsident Barack Obama bei den Wahlen 2012 vor. Der ehemalige Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, bildete einen Ausschuss, um seine Chancen für eine Kandidatur auszuloten. Damit kann der 50-Jährige auch offiziell anfangen, Wahlkampfspenden zu sammeln. Dies gilt als erster echter Schritt, bei den Vorwahlen gegen andere republikanische Kandidaten anzutreten.

"Wir, das Volk der Vereinigten Staaten, werden uns die Regierung zurückholen", sagte Pawlenty in einem Video. "Dies ist unser Land." Die Präsidentenwahl findet im November 2012 statt, die Vorwahlen starten mit Jahresbeginn. Pawlenty gilt zwar als ernsthafter Bewerber, laut Umfragen unter Republikanern allerdings nicht als Favorit.

Der 50-Jährige ist sozialkonservativ. Er ist gegen Abtreibung, Staatsverschuldung und Homo-Ehe. Schon beim letzten Präsidentschaftsrennen wurde er als möglicher Kandidat gehandelt.

Größere Chancen werden dagegen den ehemaligen Gouverneuren Mike Huckabee und Mitt Romney eingeräumt. Auch Sarah Palin, Ikone der radikalen " Tea Party -Bewegung", gilt als mögliche Kandidatin - allerdings hat bislang noch niemand den Hut in den Ring geworfen. Newt Gingrich, die einstige Galionsfigur der "republikanischen Revolution" in den neunziger Jahren, bereitet inoffiziell seine Kandidatur vor.

Vor vier Jahren hatten um diese Zeit bereits acht Republikaner ihren Anspruch auf eine Kandidatur angemeldet. Es wird damit gerechnet, dass in den nächsten Wochen noch diverse Republikaner antreten: erste TV-Debatten sind bereits im Mai geplant.

Derzeitigen Umfragen zufolge stehen allerdings die Chancen Obamas ganz gut, wiedergewählt zu werden. Experten meinen, entscheidend für den Wahlausgang dürfte es sein, ob die US-Konjunktur im Wahljahr weiter an Fahrt aufnimmt und die Arbeitslosigkeit sinkt. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind lediglich drei Präsidenten bei einer Wiederwahl gescheitert.

ler/dpa



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