Präsidentschaftswahlen in Frankreich Sarkozy kandidiert für zweite Amtszeit

Startschuss auf der Zielgeraden: Knapp zehn Wochen vor dem ersten Wahlgang hat Frankreichs Präsident Sarkozy seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit bekannt gegeben. In den Umfragen führt derzeit sein sozialistischer Konkurrent Hollande  - mit deutlichem Vorsprung.

Start in den Wahlkampf: Präsident Sarkozy im Studio des Fernsehsenders TF1
AFP

Start in den Wahlkampf: Präsident Sarkozy im Studio des Fernsehsenders TF1


Paris - Rund zwei Monate vor der ersten Abstimmung ist Nicolas Sarkozy als letzter Bewerber offiziell in den Kampf um die Wiederwahl gestartet. Das gab der französische Präsident in einem Interview auf dem Nachrichtensender TF1 bekannt.

Die konservativen Mitstreiter Sarkozys hoffen auf einen Schub durch den offiziellen Wahlkampfstart: "Jetzt wird der richtige Wahlkampf beginnen", sagte Außenminister Alain Juppé am Mittwoch. Künftig werde Projekt gegen Projekt stehen. Durch den Wahlkampf-Eintritt von Sarkozy ändere sich alles.

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich staffelt sich in zwei Wahlgängen: Der erste findet am 22. April statt, der zweite am 6. Mai. Der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Harris Interactive zufolge liegt Sarkozy derzeit hinter seinem ärgsten Widersacher, dem sozialistischen Herausforderer François Hollande: Der käme demnach im ersten Wahlgang auf 28 Prozent der Wählerstimmen, Sarkozy lediglich auf 24 Prozent. In der Stichwahl im Mai würde sich Hollande der Prognose zu Folge mit 57 Prozent der Stimmen durchsetzen.

In einem Interview des Wochenend-Magazins "Figaro" grenzte sich Sarkozy bereits am vergangenen Wochenende klar von Hollande ab: Keine Homo-Ehe, kein Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer bei Kommunalwahlen und keine Adoptionskinder für gleichgeschlechtliche Paare - Sarkozy versucht, mit einem Rechtsruck zu punkten. Arbeit, Verantwortlichkeit und Autorität seien seine Werte, führte der Präsident aus.

Zum Problem könnte für Sarkozy die wirtschaftliche Lage Frankreichs werden: Sarkozys Wirtschaftsbilanz sei katastrophal, heißt es von den Sozialisten. Nach der Finanzkrise kam die französische Industrie im Gegensatz zu der in Deutschland nicht wieder auf die Beine. Die Arbeitslosenquote in Frankreich liegt bei knapp zehn Prozent.

usp/AFP/dpa

insgesamt 8 Beiträge
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monsieurK 15.02.2012
1. Sarkozy...
Zitat von sysopREUTERSFrankreichs Präsident Sarkozy hat offiziell bekannt gegeben, dass er für eine weitere Amtszeit kandidieren wird. Die Konservativen erhoffen sich durch offiziellen Wahlkampfstart einen Schub in den Umfragen, dort führt der Sozialist Hollande mit deutlichem Vorsprung. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,815566,00.html
...wird genau die Packung bekommen die er verdient hat! Und seine Angie wird die nächste sein! Vivre la France!!!
huberwin 15.02.2012
2. Hab geschmunzelt
durch die Erklärung zur Wahl anzutreten erhofft sich Herr Sarkozy mehr Stimmen für sich......halte diese Aussage für richtig, denn wenn er nicht antritt bekommt er sicherlich auch keine Stimmen.
herr_kowalski 15.02.2012
3. Frankreich hat ihn satt.
Zitat von huberwindurch die Erklärung zur Wahl anzutreten erhofft sich Herr Sarkozy mehr Stimmen für sich......halte diese Aussage für richtig, denn wenn er nicht antritt bekommt er sicherlich auch keine Stimmen.
Und Frankreich hat auch die Murkseline satt. Beide dienen nicht ihren Völkern sondern nur ihrem krankhaften EGO.
dasbrot2mal 15.02.2012
4.
Zitat von monsieurK...wird genau die Packung bekommen die er verdient hat! Und seine Angie wird die nächste sein! Vivre la France!!!
Ich kann mich aber auch wirklich jedes Mal über solch bornierten Aussagen kringeln. Es fehlte nur noch das Wörtchen "Revolution". Glauben Sie allen Ernstes, dass sich, egal welche Partei Sie letzten Endes wählen, etwas an dem eingefahrenen Kurs ändert? Sie werden über eine andere politische Galionsfigur in der Zeitung lesen und rummosern können. Der Kurs bleibt derselbe! Die Politik hat sich den Freiraum auf grundlegende Reformen schlichtweg verbaut. In dieser globalisierten Welt gibt es keinen Platz für mutige und notwenige Reformen. Sarkozy wird mir immer sympathischer. Die Mimik erinnert irgendwie an Louis de Funès. Ich möchte den Nicolas in dieser Komödie gerne weiter sehen.
monsieurK 15.02.2012
5. Sarkozy...
Zitat von herr_kowalskiUnd Frankreich hat auch die Murkseline satt. Beide dienen nicht ihren Völkern sondern nur ihrem krankhaften EGO.
wird in einigen Wochen mit seiner Mischpoke in ein entferntes Ausland ziehen müssen. Wer wird dieser Null denn einen Job anbieten? Seine angeblichen Freunde in der Finanzwelt? Vielleicht ein Job als Kellner im "Fouquet's" wird ihm seinen Lebensabend sichern!?
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