Pressekompass Muss mit Assad verhandelt werden? Das sagen die Medien

Obama und Putin haben geredet - immerhin. Doch von einem klaren Kurs in der Syrien-Frage sind sie weit entfernt. Gibt es überhaupt eine Lösung ohne Russland? Und muss man mit Assad sprechen? Die Meinungstrends der Medien.

Präsidenten Putin (l.), Obama: Gemeinsamer Kurs? Fehlanzeige!
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Präsidenten Putin (l.), Obama: Gemeinsamer Kurs? Fehlanzeige!


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joes.world 29.09.2015
1. Wenn Putin sich einmischt, haben wir ein noch größeres Problem.
Ohne die bisherigen Probleme lösen zu können. Denn schon jetzt treiben Assads Truppen und Geheimpolizei Millionen in die Flucht. Man fragt sich, ob Assad so versucht, sein Land von der Mehrheitsbevölkerung der Sunniten zu säubern. Die Russen halfen ihm jetzt schon. Weitere, größere Hilfe an Assad, würde die Flüchtlingsströme zu uns vergrößern. Auch die USA wollen Assad nicht wirklich fallen lassen. Trotz Obamas scharfer Worte zuletzt. Immerhin munkelt man, dass nach 9/11 eine gewisse Zusammenarbeit mit Assad bestand. Speziell bei Verhören von Verdächtigen, wo sein Geheimdienst seinen Beitrag geliefert haben soll. Und auch sonst, hat Assad sich nie gegen die USA gestellt. Schlau von ihm, aber das mindert seine Grausamkeit um keinen Lot. Wobei Assads Clan groß genug ist, dass sofort ein anderer seine Platz einnehmen könnte. Einer, der nicht hunderttausende Leben auf dem Gewissen hat. Aber scheinbar vertrauen die USA lieber dem Teufel, den sie kennen. Und die Russen sowieso. Wären Russland und die USA bereit, Assad aus dem Verkehr zu ziehen, um einen aus seiner Familie, der sich seine Finger nicht so blutig gerieben hat, wie der Diktator, statt ihm einzusetzen - könnte man dem Frieden näher kommen. Assads Nachfolger hält ein gewisses Gebiet. Die Kurden holen sich den Norden mit Hilfe der US-Luftwaffe. Was sie übrigens jetzt schon begonnen haben. Und irgendwann wird dann die IS zwischen Kurden im Norden und Assads Nachfolger im Süden aufgerieben. Schon jetzt soll die PYD nur mehr 40 km von der Hauptstadt der IS, Rakka, entfernt stehen. Wobei man nicht weiß, ob die Türkei eine starke PYD im Norden Syriens erlauben würde. Wenn die USA und Russland an einem Strang ziehen würden, könnten sie gemeinsam die Türkei überzeugen, dass doch zu akzeptieren. Wenn die USA und Putin bereit sind 1. Assad auszutauschen. 2. Der PYD im Norden helfen und denen ihre Gebiete dann überlassen. 3. Syrien - dessen Grenzen von den Kolonialherren und nicht nach ethnischen Überlegungen gezogen wurden - ohne die Kurdengebiete weiter existiert. Die einzelnen Provinzen aber, ähnlich der Schweiz mit ihren Kantonen, weitgehende Autonomie bekommen. Damit Sunniten und Alleviten und Christen sich nicht fremdbestimmt vorkommen. Dann könnte die IS besiegt werden.
neuer Nutzer 29.09.2015
2. Assad und das Giftgas...
Da ich nun zum wiederholten Male von scheinbar objektiven Medien (nicht nur die Bild, die ihrem Ruf hier wieder alle Ehre macht) lesen muss, dass Assad Giftgas gegen seine Bevölkerung eingesetzt hat, sei folgendes gesagt: Die UN-Untersuchung haben bis heute nicht den Täter feststellen können. Unsere Journalisten scheinen also mehr Informationen zu haben als die Vereinten Nationen... Zu der Zeit des besagten Angriffes befand sich das Team einer UN-Ermittlerkomission nur einige Kilometer entfernt. Die USA hatte einige Wochen dazu verkündet, dass Massenvernichtungswaffen die rote Linie wären. Mit dieser Ausganglage soll Assad also einen Giftgasangriff angeordnet haben. Irgendwie erscheint mir das etwas unlogisch... Selbst wenn es das Regime gewesen wäre, es ist reinste Desinformation wenn man dies als bereits bewiesene Tatsache darstellt.
ostborn 29.09.2015
3. Assad ist gewählter Präsident (3. Juni 2014)
Natürlich muss er in jegliche Konfliktlösung einbezogen werden.
phrasensport 29.09.2015
4. wieso...
...wird denn hier bitte die Meinung der Bildzeitung abgedruckt? Da kann ich auch ne Meinung eine Mülltonne oder eines Pegidaspaziergängers abdrucken (was inhaltlich wohl dasselbe ist).
lamprechtm 29.09.2015
5. Wunder oh Wunder
Den Krieg ohne "Assad" gabe es uberhaupt nicht schreibt die "SZ",heisst im Umkehrschluss , der Krieg in der Ukraine hat einen Namen "Poroschenko".--- Fur die "Bild" gehort "Guantanamo" wahrscheinlich auch zu den Werten , die es zu verteidigen gilt. Die "Atlantikbrucke lasst grussen .Allen einen schonen Tag.
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