Protest gegen Russland Spektakuläre Greenpeace-Aktion auf dem Eiffelturm

Spektakuläre Kletteraktion: Zwei Greenpeace-Aktivisten haben auf dem Eiffelturm die Freilassung von 30 Mitgliedern der Umweltorganisation gefordert. Die "Arctic 30" sitzen seit mehr als einem Monat in Russland in Haft, nachdem sie eine Gazprom-Bohrinsel entern wollten.


Paris - Mit einer abenteuerlichen Kletteraktion auf dem Eiffelturm haben am Samstag zwei Greenpeace-Aktivisten für die Freilassung der in Russland inhaftierten Mitglieder der Umweltorganisation demonstriert. Einer der Kletterer seilte sich in einem Zelt von der zweiten Etage des Turms ab und hängte ein gelbes Plakat mit der Aufschrift "Free the Artic 30" auf. Ein zweiter Aktivist kümmerte sich von der zweiten Etage aus um die Sicherung seines Kollegen. Der Eiffelturm wurde wegen der Protestaktion geschlossen.

Die Aktion richtete sich auch an die französische Regierung, wie Cyrille Cormier von Greenpeace Frankreich sagte. Er forderte Premierminister Jean-Marc Ayrault auf, das Thema bei einem Besuch in Russland in der kommenden Woche anzusprechen.

Die russische Küstenwache hatte am 19. September das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" in der Barentssee aufgehalten, nachdem Mitglieder der Umweltorganisation versucht hatten, eine Bohrinsel des Gazprom-Konzerns zu entern. Die 30-köpfige Besatzung ist seitdem in Russland inhaftiert. Ihr soll wegen "Rowdytums" der Prozess gemacht werden.

Der Vorfall beschäftigt auch den Internationalen Seegerichtshof (ISGH). Die niederländische Regierung verlangt die sofortige Freilassung der Umweltschützer, die unter niederländischer Flagge gefahren waren. Russland will an diesem Prozess aber offenbar nicht teilnehmen. Moskau habe der niederländischen Regierung und dem ISGH mitgeteilt, dass es nicht an dem Verfahren teilnehmen werde, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur RIA Nowosti einen Sprecher des russischen Außenministeriums. Die Regierung in Den Haag sieht in dem Verhalten der russischen Behörden einen Verstoß gegen das internationale Seerecht.

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"Arctic Sunrise": Greenpeace-Aktivisten in russischer Haft

hei/AFP

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flyingclown 26.10.2013
1. Russland
will an dem Prozess nicht teilnehmen? Dann gibts die Möglichkeit russische Schiffe nicht mehr in europäische Häfen einlaufen zu lassen, oder?
docmcchris 26.10.2013
2. in Paris gegen Russland demonstrieren...
... klasse Idee..
linkslibero 26.10.2013
3. wenigstens
Zitat von flyingclownwill an dem Prozess nicht teilnehmen? Dann gibts die Möglichkeit russische Schiffe nicht mehr in europäische Häfen einlaufen zu lassen, oder?
ich setze meine Hoffnung auf die gut geölte PR-Maschinerie von Greenpeace, die die Weltöffentlichkeit mobilisiert. Putin wird sich zur Olympiade sicher keine Blöße geben wollen, weshalb ich davon ausgehe, daß die Leute demnächst freikommen. Ansonsten sollte für alle Zuschauer außerhalb von Russland gelten: nicht nach Sotschi fahren. Wenigstens die Zuschauer sollten den russischen Mafia-Clan boykottieren, der das Land regiert. Eine Olympiade vor leeren Rängen wäre eine deftige Blamage für den russischen Diktator, die er sich redlich verdient hat.
Linksruck 26.10.2013
4. Eiffelturm
Zitat von sysopAFPSpektakuläre Kletteraktion: Zwei Greenpeace-Aktivisten haben auf dem Eiffelturm die Freilassung von 30 Mitgliedern der Umweltorganisation gefordert. Die "Arctic 30" sitzen seit mehr als einem Monat in Russland in Haft, nachdem sie eine Gazprom-Bohrinsel entern wollten. Protest gegen Russland: spektakuläre Greenpeace-Aktion auf Eiffelturm - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/protest-gegen-russland-spektakulaere-greenpeace-aktion-auf-eiffelturm-a-930143.html)
Warum? In Moskau gibt es doch den Ostankino, den sie hätten besteigen können.
ostborn 26.10.2013
5. Die sg. Freiheitsstatue
könnt Ihr auch noch besteigen
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