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Proteste in China: Reporter unter Beobachtung

Foto: PETER PARKS/ AFP

Protestaufrufe China schränkt Pressefreiheit ein

Für Journalisten in China wird das Arbeiten noch schwieriger: Als Reaktion auf Protestaufrufe im Internet hat die Regierung die Pressefreiheit weiter eingeschränkt. Kleine Freiheiten, die seit den Olympischen Spielen galten, sind passé.

Pressefreiheit

Peking - Die chinesische Regierung schränkt die massiv weiter ein. Peking reagiert damit auf regimefeindliche Protestaufrufe im Internet. Einige der im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking geschaffenen Freiräume für ausländische Journalisten wurden wieder abgeschafft. An etlichen öffentlichen Plätzen in den Metropolen Peking und Shanghai dürfen ausländische Journalisten nicht mehr arbeiten.

So berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP, der in Shanghai auf dem Friedensplatz fotografieren wollte, ihm sei die Arbeit verwehrt worden. Der Bereich sei für Journalisten verboten, habe man ihm gesagt. Von ausländischen Journalisten, die auf einer beliebten Einkaufsstraße in Peking fotografieren und filmen wollten, wurde eine Sondergenehmigung verlangt.

China

Bereits am Wochenende hatte sich die Situation für ausländische Reporter in verschärft. Mehrere von ihnen waren festgenommen worden - unter ihnen waren die China-Korrespondenten von ARD und ZDF und ihre Kamerateams sowie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa. Ihnen wurde vorgeworfen, ohne Genehmigung aus der berühmten Haupteinkaufsstraße Wangfujing berichten zu wollen, wo am Sonntag zu "Jasmin-Protesten" aufgerufen worden war. Einige Reporter beklagten ruppiges Vorgehen der Sicherheitskräfte in Uniform und Zivil.

Libyen

Auch die chinesischen Internetzensoren sind derzeit noch aktiver als sonst. Schlüsselwörter wie "Jasmin", "Ägypten", " ", "Tunesien" oder "Demokratie" sind in den Suchmaschinen blockiert. Twitter ist in China ohnehin geblockt und kann nur von wenigen erreicht werden. Aber auch im Ausland angesiedelte Dissidenten-Seiten wie Boxun werden derzeit verstärkt kontrolliert.

Die chinesische Regierung befürchtet Beobachtern zufolge, dass sich die Revolten in Nordafrika bis nach Asien ausbreiten könnten. Deshalb werde mit einem massiven Polizeiaufgebot und strengen Verboten versucht, Proteste bereits im Keim zu ersticken.

ler/dapd
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