Proteste in den USA "Du hast Blut an den Händen"

Angesichts von George W. Bushs Krieg gegen den Irak haben amerikanische Friedensaktivisten ihre Proteste verschärft. In Washington und zahlreichen anderen Städten blockierten Kriegsgegner Straßen und Plätze, zahlreiche Personen wurden festgenommen.


Washington - Auf dem Weg von einem Park in der Nähe des Weißen Hauses zum Wohnhaus von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld blockierten rund 200 Demonstranten mehrere Straßen der amerikanischen Hauptstadt. Vor dem Haus von Rumsfeld hielten sie mit roter Farbe bemalte Kindersärge hoch und riefen in Sprechchören: "Du hast Blut an den Händen!" Rund 100 Mitglieder der katholischen Organisation Pax Christi versammelten sich zu einer Mahnwache. 27 Personen wurden festgenommen, nachdem sie über einen Zaun des Lafayette-Parks geklettert waren.

In New York demonstrierten am Mittwochabend etwa 300 Kriegsgegner. In Boston, Detroit, Madison, Milwaukee und Portland (Maine) wurden mehrere Dutzend Demonstranten bei Blockadeaktionen vor Regierungsgebäuden festgenommen. Auch bei der Sitzblockade einer Straßenkreuzung in Athens, Ohio, schritt die Polizei ein; hier wurden 39 Pazifisten festgenommen.



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