Proteste in Hongkong China beschwert sich über angebliche Einmischung der USA

Während viele Hongkonger weiter gegen ein Auslieferungsgesetz an China protestieren, zeigt sich die chinesische Führung verärgert über die USA. Die amerikanische Seite würde beobachtet, warnt der Vizeaußenminister.

Demonstranten halten Plakate mit der Aufschrift "No Extradition!" (Keine Auslieferung) hoch
DPA

Demonstranten halten Plakate mit der Aufschrift "No Extradition!" (Keine Auslieferung) hoch


Durch den andauernden Handelsstreit ist die Beziehung zwischen der chinesischen Regierung und Washington schon angespannt - nun gibt es noch dazu diplomatischen Ärger zwischen den beiden Großmächten. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums hat der Vizeaußenminister Le Yucheng einen hochrangigen US-Vertreter in Peking einbestellt. Hintergrund sind die anhaltenden Proteste in Hongkong, die Peking als interne Angelegenheit sieht. Le wirft der US-Seite vor, sich in die Proteste einzumischen.

Das solle sofort aufhören, teilte Le dem Diplomaten Robert Forden mit. Washington solle nichts unternehmen, das den "Wohlstand und Stabilität" der Sonderverwaltungszone bedrohen könnte. "Wir fordern die US-Seite dringend auf, die Regierung in Hongkong objektiv und fair zu behandeln und ihren Gesetzgebungsprozess zu respektieren", heißt es in der Erklärung von Le. "China wird die Aktionen der US-Seite beobachten und darauf reagieren", fügte er hinzu, weiter führte er die Anmerkung nicht aus.

Am Sonntag waren in Hongkong mehr als eine Million Menschen gegen das geplante Auslieferungsgesetz auf die Straße gegangen. Am Mittwoch blockierten Zehntausende Menschen Hauptverkehrsstraßen und das Regierungsviertel. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Demonstranten vor. Mindestens 70 Menschen wurden verletzt. Auch am Freitag war es erneut zu kleineren Protestaktionen in Hongkong gekommen.

Im Video: Aktivist Joshua Wong zu den Protesten

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Das umstrittene Auslieferungsgesetz sieht vor, dass Beschuldigte aus Hongkong sowie aus dem Ausland auch an China ausgeliefert werden können. Menschenrechtler warnen vor der Umsetzung. Sie werfen China willkürliche Festnahmen, Folter und fehlenden Rechtsbeistand für Angeklagte vor.

China weist die internationale Kritik am Vorgehen gegen Demonstranten pauschal als Einmischung zurück. Was in der ehemaligen britischen Kronkolonie passiere, sei "ausschließlich Chinas innere Angelegenheit", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. "Kein Land, keine Organisation oder Einzelperson hat das Recht, sich darin einzumischen."

Die anhaltenden Proteste erhöhen auch den Druck auf Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam. Der bekannte prochinesische Anwalt Michael Tien forderte Lam auf, den Gesetzentwurf zurückzustellen. "Sie würde Punkte sammeln, statt Punkte zu verlieren", sagte Tien vor Journalisten. "Es ist nie zu spät."

Zuvor hatte bereits Lams Berater Bernard Chan erklärt, das Gesetz in einem beschleunigten Verfahren durchs Parlament zu bringen, sei mittlerweile "unmöglich". Da es "so viel Streit auf allen Seiten" gebe, könne nicht über den Gesetzentwurf beraten werden, sagte Chan im Radiosender RTHK. Die Regierung solle den Konflikt nicht noch weiter verschärfen. Chan forderte allerdings nicht, den Gesetzentwurf ganz zu kassieren.

vks/AP



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Seite 1
peteftw 14.06.2019
1. Demo
Woher stammt die Zahl von "über eine Million" Demonstranten wir hier genannt wird? Bisher war das die Schätzung der Veranstalter, die Polizei ging von 250.000 aus. Gibt es dazu jetzt neue Erkenntnisse oder nimmt man einfach die genehmere Wahrheit? Man sollte die große Zahl pro chinesisch eingestellter Bürger in HK nicht unterschätzen. Ansonsten sehe ich das ähnlich,.die USA sollten sich aus Dingen souveräner Staaten besser raushalten...
bombi_22 14.06.2019
2. Ist doch geil..,,
Lass die PRC ruhig machen. Jede dieser Aktionen verdeutlicht den wesentlichen Unterschied zwischen den USA und der PRC. Die USA haben Alliierte, die PRC hat allenfalls Vasallen und Nord-Korea. Mit jedem Akt der Unterdrückung dürfe in Taiwan die Entschlossenheit steigen, diesen Weg niemals zu gehen. Anderswo (Indien, Süd-Korea, Japan, Vietnam) dürfe die Einsicht wachsen, Differenzen besser beizulegen und sich der Hauptbedrohung zuzuwenden. Mit japanischen und südkoreanischen high-tech Waffen ausgerüstete südostasiatische Allianztruppen bräuchten vielleicht die USA gar nicht mehr?
pietschko 14.06.2019
3.
Zitat von peteftwWoher stammt die Zahl von "über eine Million" Demonstranten wir hier genannt wird? Bisher war das die Schätzung der Veranstalter, die Polizei ging von 250.000 aus. Gibt es dazu jetzt neue Erkenntnisse oder nimmt man einfach die genehmere Wahrheit? Man sollte die große Zahl pro chinesisch eingestellter Bürger in HK nicht unterschätzen. Ansonsten sehe ich das ähnlich,.die USA sollten sich aus Dingen souveräner Staaten besser raushalten...
haben sie denn nachgezählt? sie wissen also die zahl genau? im zweifel wird es irgendwo dazwischen liegen, aber wenn sie dievideos gesehen haben, weiss man, dass 250.000 sicher zu wenig sind. und der unter der beobachtung der kp stehenden hk-polizei-führung glaube ich eh nichts. prochinesische bürger? komisch, der durchschnittliche einwohner schimpft auf die politik der kp und ist ein kleiner nationalist. man ist gar nicht gut auf die festlandchinesen zu sprechen, die sich oft daneben benehmen und die immobilenpreise ins unermeßliche befeuern. sie haben hauptsächlich nur beiträge über china berichte......ganz komisch.
geotie1 14.06.2019
4.
Zitat von pietschkohaben sie denn nachgezählt? sie wissen also die zahl genau? im zweifel wird es irgendwo dazwischen liegen, aber wenn sie dievideos gesehen haben, weiss man, dass 250.000 sicher zu wenig sind. und der unter der beobachtung der kp stehenden hk-polizei-führung glaube ich eh nichts. prochinesische bürger? komisch, der durchschnittliche einwohner schimpft auf die politik der kp und ist ein kleiner nationalist. man ist gar nicht gut auf die festlandchinesen zu sprechen, die sich oft daneben benehmen und die immobilenpreise ins unermeßliche befeuern. sie haben hauptsächlich nur beiträge über china berichte......ganz komisch.
Ich gehe ganz stark davon aus, dass #peteftw sein Punktestand in China unbedingt aufbessern muss. 5 Mal bei rot über die Fußgängerampel, oder vielleicht doch was anderes? Ansonsten, wir wollen hier auch keinen Grenell und seine Bevormundungen. Andererseits finde ich es gut, wenn man trotzdem auf ein Fehlverhalten hingewiesen wird, trotz innere Angelegenheit oder nicht. Ach, ist Presse- und Meinungsfreiheit doch was schönes!
peteftw 15.06.2019
5. An 3 und 4
Meine Frage zur Demoteilnehmeranzahl war berechtigt. Das wurde vorab anders dargestellt und man kennt das Thema von Trumps Vereidigung etc.. Ansonsten, ja, bin derzeit in China, daher kommentiere ich auch gern zum Thema. und das wars auch schon...
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