Proteste in Spanien Juan Carlos fordert Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Lange schwieg er, doch jetzt hat sich Spaniens König erstmals zu den massiven Protesten in seinem Land geäußert. Juan Carlos rief die gesamte Gesellschaft zu einem Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit auf.

Juan Carlos: Der König appelliert an die spanische Gesellschaft
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Juan Carlos: Der König appelliert an die spanische Gesellschaft


Madrid - Juan Carlos schaltet sich in die Massenproteste der spanischen Jugend ein. Der König forderte vor Unternehmern am Montag eine Anstrengung der gesamten Gesellschaft im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

"Es ist nicht nur notwendig, die Effektivität, die Modernisierung und die Ausbildung in den Betrieben zu verbessern, sondern auch dringend, die Beschäftigung der Jugend zu fördern", sagte der Monarch auf der Jahrestagung eines Unternehmerverbands. Deshalb bedürfe es einer gemeinsamen Anstrengung der staatlichen Institutionen, der wirtschaftlichen und sozialen Akteure und der gesamten Gesellschaft.

Juan Carlos äußerte sich damit zum ersten Mal seit Beginn der Jugendproteste in Spanien. Seit Anfang vergangener Woche versammeln sich jeden Abend Tausende meist junge Demonstranten im Zentrum von Madrid, um gegen die "politische Klasse" und deren Umgang mit der Wirtschaftskrise zu protestieren.

Auch in den anderen Großstädten des Landes kam es zu ähnlichen Kundgebungen. Die Demonstranten protestieren gegen die extrem hohe Arbeitslosigkeit: Im ersten Trimester des Jahres waren mehr als 21 Prozent der Spanier ohne Job, fast die Hälfte der Menschen unter 25 Jahren hatte keine Arbeit.

als/dpa/AFP

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ArnoNuem 23.05.2011
1. Gut so!
Und wo ist unser Bundespräsident und unsere dauertelefonierende Jugend? Hut ab vor der spanischen Jugend! Und dem spanischen König!
CHANGE-WECHSEL 23.05.2011
2. Heuchler
Zitat von sysopLange schwieg er, doch jetzt hat sich Spaniens König erstmals zu den massiven Protesten in seinem Land geäußert. Juan Carlos rief die gesamte Gesellschaft zu einem Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit auf. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,764422,00.html
Der König hat nur Angst vor einer weiteren Eskalation der Proteste. Denn würde daraus eine Revolution werden, so würden die Menschen ihn und seinesgleichen als erstes aus dem Land jagen.
janne2109 23.05.2011
3. Hut
Zitat von ArnoNuemUnd wo ist unser Bundespräsident und unsere dauertelefonierende Jugend? Hut ab vor der spanischen Jugend! Und dem spanischen König!
setzen Sie mal den Hut wieder auf, denn was soll sich unser Bundespräsident um Dauer telefonierende Jugendliche kümmern? Ihnen das Telefon aus der Hand reißen? Arbeitslose Jugendliche haben eindeutig noch zu viel Geld.
janne2109 23.05.2011
4. endlich
Zitat von CHANGE-WECHSELDer König hat nur Angst vor einer weiteren Eskalation der Proteste. Denn würde daraus eine Revolution werden, so würden die Menschen ihn und seinesgleichen als erstes aus dem Land jagen.
mal einer der genau das Richtige erkannt hat, das span. Königshaus hat schon lange Fracksausen, dass mit einem Tod von Juan Carlos nix mehr mit Nachfolger wird.
marypastor 23.05.2011
5. Naja,
Zitat von sysopLange schwieg er, doch jetzt hat sich Spaniens König erstmals zu den massiven Protesten in seinem Land geäußert. Juan Carlos rief die gesamte Gesellschaft zu einem Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit auf. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,764422,00.html
irgendwas muss er als Koenig schon machen. Auch Populismus. Er weiss, dass die Zeiten sich geaendert haben, viele junge Leute nicht gebraucht werden. Kein Koenig, keine Partei kann das aendern, weil alles global laeuft. Die PSOE wird jetzt abgewaehlt. Danach kommt die PP dran. Die kann auch nichts machen, wird aber erstmal mit nach oben gespuehlt. In Mexiko hat die Haelfte aller Hochschulabsolventen keinen Job oder arbeitet in Bereichen, fuer die sie nicht studiert haben.
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