Gefährdete Pygmäen in Ruanda Das Volk, über das man nicht sprechen darf

Die Uno warnt: Das Volk der Batwa in Ruanda verschwindet. Schon den Namen der kleinwüchsigen Waldmenschen auszusprechen, ist in ihrem Heimatland verboten.
Batwa in Ruanda

Batwa in Ruanda

Foto: Eric LAFFORGUE/ Gamma-Rapho via Getty Images

Batwa? Welche Batwa? In Ruanda gilt wegen des Genozids der Volksgruppen Hutu und Tutsi von 1994 eine offizielle Sprachregel: Hutu werden nicht mehr Hutu, Tutsi nicht mehr Tutsi genannt. Ethnizität in jeder Form ist in dem ostafrikanischen Land ein Tabu.

Ein Opfer dieser staatlich verordneten Gleichmacherei ist das Pygmäenvolk der Batwa: Die kleinwüchsigen Waldmenschen, genetisch eines der ältesten Völker der Erde, dürfen in Ruanda nicht Batwa genannt werden.

Weil die Führung in der ruandischen Hauptstadt Kigali Ethnizität - zu Recht - als großes Übel erkannt hat, führt die Abwehr möglicher künftiger Konflikte zu einer sehr aktuellen Bedrohung. Das Komitee zur Abschaffung von Rassendiskriminierung der Uno  warnt, das Pygmäenvolk der Batwa sei in Ruanda vom Aussterben bedroht:

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Ruandisches Volk ohne Namen: Batwa, die nicht Batwa heißen

Foto: imago/ Nature Picture Library
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