Raketenabwehr Bush und Putin können sich nicht einigen

US-Präsident George W. Bush und Russlands Wladimir Putin haben ihren Streit über das von den Amerikanern geplante Raketenabwehrsystem NMD nicht beenden können. Beide gaben sich aber dennoch zuversichtlich.


Bush (r.) mit seinem Gast Putin im Oval Office
REUTERS

Bush (r.) mit seinem Gast Putin im Oval Office

Crawford - "Wir haben eine Meinungsverschiedenheit", sagte Bush auf die Frage eines Studenten bei einem Besuch einer Schule mit Putin in Crawford im Bundesstaat Texas. Diese sei jedoch nicht unüberwindbar.

Putin sagte, das Gipfeltreffen mit Bush sei gleichwohl keine Zeitverschwendung gewesen. Auf der Grundlage der Erkenntnis, dass heute ganz neuartige Gefahren für die Sicherheit anzugehen seien, werde der Dialog auch weitergehen.

Russland sieht im geplanten Abwehrsystem der USA einen Verstoß gegen den ABM-Vertrag über die Begrenzung der Raketenabwehrsysteme von 1972. Die USA haben den mit der Sowjetunion geschlossenen Vertrag als überholt bezeichnet. Putin hatte zuvor die Geltung der geschlossenen Abrüstungsverträge unterstrichen. Der von der US-Regierung geplante Abwehrschild soll vor Raketenangriffen durch Staaten wie Nordkorea oder Irak schützen, die von den USA als unberechenbar eingestuft werden.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.