Raketenabwehr Iran empört über US-Pläne in Golfstaaten

Iran macht den USA wegen der Ausweitung der amerikanischen Raketenabwehr in den Golfstaaten schwere Vorwürfe. Washington wolle damit die Region spalten, sagte Präsident Ahmadinedschad.

US-Spezialschiff der Aegis-Klasse: Patrouillen im Persischen Golf
AP

US-Spezialschiff der Aegis-Klasse: Patrouillen im Persischen Golf


Teheran - Empörung in Teheran: Als Spaltungsversuch hat Iran die Aufstockung der US-Raketenabwehr in mehreren Golfstaaten kritisiert. "Die Feinde wollen das Feuer des Krieges in die gesamte Region tragen, um ihre eigenen politischen und wirtschaftlichen Probleme zu lösen", sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Das Leben des Westens gründe auf Spaltungen und Unsicherheit, zitierte ihn das Staatsfernsehen am Dienstag nach einem Treffen mit dem katarischen Kronprinzen Scheik Tamin bin Hamad Al Thani.

Laut einem Zeitungsbericht baut die Armee militärische Abwehrsysteme in mehreren arabischen Staaten auf. Vor der iranischen Küste sollen Spezialschiffe Position beziehen, die ferngesteuerte Raketen an Bord haben. Damit will Washington angeblich auf mögliche Angriffe Irans vorbereitet sein.

Parlamentspräsident Ali Laridschani warnte die arabischen Länder vor einem "falschen Spiel". "Diese Show der USA, die angeblich für Sicherheit in der Region sorgen soll, ist nichts als ein politischer Trick, um ihre Militärpräsenz auszuweiten", erklärte Laridschani in einer Parlamentssitzung.

Nach Angaben des Oberbefehlshabers der US-Streitkräfte im Mittleren und Nahen Osten, General David Petraeus, verfügen die USA in vier Golfstaaten über insgesamt acht Patriot-Raketen-Batterien. Kuweit ist seit längerem als ein Stützpunkt bekannt, bei den anderen drei Ländern handelt es sich nach Angaben von Gewährsleuten um die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrein und Katar.

Die überwiegend sunnitisch-arabischen Staaten im Mittleren Osten sind beunruhigt durch einen steigenden Einfluss der Schiiten in Iran und im Irak. Das undurchsichtige iranische Atomprogramm sowie die Entwicklung von Mittelstreckenraketen vergrößern die Sorgen.

als/APN



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Seite 1
frubi 02.02.2010
1. .
Zitat von sysopIran macht den USA wegen der Ausweitung der amerikanischen Raketenabwehr in den Golfstaaten schwere Vorwürfe. Washington wolle damit die Region spalten, sagte Präsident Ahmadinedschad. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,675549,00.html
Wo er recht hat......
Der schwarze Rittter 02.02.2010
2.
Nachdem der sysop in den letzten Monaten nach den ersten kritischen Meinungen eines Iran/Nahostkonflikts-Threads solche Threads willkürlich geschlossen hat, braucht man sich über die "rege" Teinahme an neuen Threads für solche Themen nicht wundern. Grüsse
Renbo 02.02.2010
3. Nicht wundern
Ich teile beileibe nicht die Nah- und Mittelostpolitik der Vereinigten Staaten. Aber der Iran darf sich nicht wundern, so lange er Israel mit der "Ausradierung" droht. Die US-Raketenabwehr ist gerechtfertigt.
PeaceNow 02.02.2010
4. Kriegsvorbereitung
---Zitat--- Iran macht den USA wegen der Ausweitung der amerikanischen Raketenabwehr in den Golfstaaten schwere Vorwürfe. Washington wolle damit die Region spalten, sagte Präsident Ahmadinedschad. ---Zitatende--- Klare und sehr wahre Worte, aber auch sehr unvollständige, denn es geht noch um sehr viel mehr. Durch diese Stationierung in Verbindung mit den nun im Golf kreuzenden US-Raketenkreuzern wird ein Raketenschirm um den Iran gespannt, welcher dessen Gegenschlagskapazitäten bei einem Angriff Israels oder der USA sehr stark einschränken würde. Hierbei handelt es sich seitens der USA eindeutig um Kriegsvorbereitungen, denn die USA wissen das der Iran hunderte Raketen in Reichweite viele US Basen im Irak, Kuwait, Afghanistan, Saudi Arabiens usw. hat und somit gut rd. 250.000 US Soldaten in rd. 50 größeren Militärbasen in Reichweite für Gegenschläge wären, falls es zum Angriff auf den Iran kommt. Daher will man die Gefahr minimieren, für die eigenen Truppen, die Staaten selbst, wo diese Batterien stationiert werden sind den USA wie üblich egal. Die Behauptung es wäre eine reine Schutzvorkehrung ist Nonsense, denn z.B. Saudi Arabien benötigt keinen extra Schutz, die geben nach Isarel jährlich das meiste Geld für Rüstung in der ergion aus. Zweiter Beweis für diese Propagandalüge, der Iran baute die letzten Jahre immer engere Beziehungen und immer größere Handelskontakte in der Golfregion aus und hat seit Generationen niemanden bedroht oder gar Angegriffen und der Iran wäre auch der letzte der ein interesse an einem Krieg hat, denn dann wird seine Lebensader gekappt (Öl und Gas) welches zu 80% durch die Meerenge von Hurmuz führt. Daher ist es auch warscheinlich das die Amerikaner diese für die Iraner blockieren werden, wäre zwar ein Verbrechen, aber who cares, am wenigstens die Amis. Dann wäre der am Tropf hängende Iran gezwungen Gegenmaßnahmen dagegen zu unternehmen, Silkworms und Sunburns lassen dann wohl die US Schiffchen schön grüßen auf dem Weg zum Grund und voila, shcon haben die USA wieder einen wunderbaren "Kriegsgrund" produziert/provoziert und die längst geplante militärische Zerschlagung des Irans kann beginnen. Den vorgeschobenen Grund mit den nie bewiesenen angeblichen Atomwaffenprogrammen (gleiche Kriegsmär wie die Irak MAssenvernichtungswaffen) glaubt längst kein normaler Mensch mehr, vieleicht ausser die Schnarchs, Nachtschwestern und Alfredos dieser Erde :-)
PeaceNow 02.02.2010
5. Erde an Renbo, aufwachen!
Zitat von RenboIch teile beileibe nicht die Nah- und Mittelostpolitik der Vereinigten Staaten. Aber der Iran darf sich nicht wundern, so lange er Israel mit der "Ausradierung" droht. Die US-Raketenabwehr ist gerechtfertigt.
Schon wieder einer der die letzten 4 Jahre offenbar entweder auf dem Mond war oder in Nordkorea lebt und diesen längst wiederlegten Propagandaunsinn noch glaubt.
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