Randale in Paris Jugendliche Krawallmacher müssen ins Gefängnis

Seit Tagen dauern die Straßenschlachten in Paris an – jetzt hat die Randale für einige der jugendlichen Krawallmacher scharfe Konsequenzen. Sie müssen ins Gefängnis. In Paris herrscht derweil immer noch Alarmstimmung.


Paris - Das Strafgericht von Bobigny verurteilte einen 18-Jährigen, der bei den Krawallen mit Tränengaspatronen aufgegriffen worden war, zu insgesamt zehn Monaten Gefängnis, von denen sieben zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ein weiterer 18-Jähriger wurde zu sieben Monaten verurteilt, davon sechs auf Bewährung. Beide Jugendliche waren vorbestraft. Sie müssen die Haftstrafe direkt antreten. Zwei weitere von insgesamt sechs Festgenommenen erhielten Bewährungsstrafen, ein 19-Jähriger wurde auf freien Fuß gesetzt.

Ausgebrannte Autos in Pariser Vororten: In Frankreichs Hauptstadt gibt es seit Tagen Krawalle
AP

Ausgebrannte Autos in Pariser Vororten: In Frankreichs Hauptstadt gibt es seit Tagen Krawalle

Am vergangenen Donnerstag waren in dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois zwei Jugendliche gestorben, die in eine Personenkontrolle geraten waren und vor der Polizei fliehen wollten. Dabei kletterten sie über die Mauer eines Transformatorenhäuschens und erlitten tödliche Stromschläge. In der Folge entspannen sich heftige Auseinandersetzungen zwischen aufgebrachten Jugendlichen und der Polizei, die sich auf weitere Teile der Hauptstadtregion ausdehnten und seit Tagen andauern. Auch in der kommenden Nacht wird mit Randale gerechnet.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.