Kuba Raúl Castro für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt

Der kubanische Volkskongress hat Präsident Raúl Castro für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt. Es wird die letzte Amtszeit des 81-Jährigen. Zu seinem ersten Stellvertreter wurde überraschend der politische Aufsteiger Miguel Díaz-Canel bestimmt.

Kubas Präsident Castro bei der Stimmabgabe: 2018 ist Schluss
REUTERS

Kubas Präsident Castro bei der Stimmabgabe: 2018 ist Schluss


Havanna - Kubas Staatschef Raúl Castro bleibt für weitere fünf Jahre im Amt. Der neue Volkskongress bestätigte den 81-jährigen Bruder von Revolutionsführer Fidel Castro am Sonntag in seiner konstituierenden Sitzung. Kurz nach seiner Wiederwahl gab Castro bekannt, dass dies seine letzte Amtszeit sein wird.

Zum neuen Vizepräsidenten ernannten die 612 Abgeordneten den 52-jährigen politische Aufsteiger Miguel Díaz-Canel, wie die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina berichtete. Er tritt an die Stelle des 82-jährigen José Ramón Machado Ventura. Díaz-Canel ist damit nun der erste Anwärter auf die Nachfolge von Raúl Castro - und das ranghöchste Regierungsmitglied, das nicht an der kubanischen Revolution von 1959 beteiligt war.

Zum neuen Vorsitzenden der Volksversammlung wurde Esteban Lazo gewählt. Er folgt auf den 75-jährigen Ricardo Alarcón, der den Vorsitz des kubanischen Parlaments 20 Jahre innehatte. Der neue Volkskongress war am 3. Februar gewählt worden.

aar/dpa/Reuters



insgesamt 50 Beiträge
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raber 25.02.2013
1. Ernennungen als Wahlen getarnt?
Wiederwahl und Wahlen auf Kuba? Da kann ich nur lachen. Diese Herrschaften (im wahrsten Sinne) wurden festgelegt und ernannt! Waren die Ergebnisse der Wiederwahl und der anderen Wahlen zufällig 100% für die Gewinner oder gab es jeweils immer nur einen Kandidaten? Wieviele Parteien nehmen an diesen Wahlen teil?
Stäffelesrutscher 25.02.2013
2.
Zitat von sysopREUTERSDer kubanische Volkskongress hat Präsident Raúl Castro für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt. Es wird die letzte Amtszeit des 81-Jährigen. Zu seinem ersten Stellvertreter wurde überraschend der politische Aufsteiger Miguel Díaz-Canel bestimmt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/raul-castro-kuba-praesident-fuer-fuenf-jahre-wiedergewaehlt-a-885299.html
Überraschend? Vielleicht für ein Mainstream-Medium. Es hieß nämlich anderswo schon vor Wochen, er sei ein potenzieller Nachfolger für Raúl. Auch im »Neuen Deutschland« vom 9.2. konnte man schon über Díaz-Canel lesen ...
marcel2101 25.02.2013
3. Irrtum ausgeschlossen?
Bitte prüfen Sie nochmal die Fakten, schliesslich schreiben Sie hier über eine der letzten Bastionen des Kommunismus, also einen failed state. Wie kann der amtierende "Diktator" dieses "Regimes" sich da im Amt bestätigen lassen und vor allem von wem? Demokratisch legitimiert kann dies demzufolge gar nicht sein. Darf ich aus diesem Artikel zitieren, sobald die NATO beschliesst, nun endlich auch Freiheit® und Demokratie® nach Kuba zu exportieren, nur eben vorher den amtierenden "Diktator" aus dem Weg räumen muss? Auch wenn wir uns natürlich alle im Klaren darüber sind, dass dies, mangels wirtschaftlichem Interesse, nicht passieren wird...
Lei Ming 25.02.2013
4. ? Fragezeichen ?
Es wäre schon wichtig zu wissen, welchen Hintergrund der neue der neue stellvertrende Präsident Miguel Díaz-Canel hat und welche politische Richtung er verfolgen wird, darüber hätten sie berichten sollen statt nur bei den Agenturen abzuschreiben.
ziegenzuechter 25.02.2013
5. Das
kubanische volk wählt den volkskongress, der volkskongress den präsidenten. eine freie und legitime entscheidung. möge raul castro mir gesundheit gesegnet sein und kuba einer goldenen zukunft entgegenführen.
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