Reaktionen auf das Massaker "Entsetzt und konsterniert"

Mit Bestürzung haben Politiker im In- und Ausland auf das Massaker an der Virginia Tech University reagiert. Frankreichs Präsident Chirac drückte US-Präsident Bush und dem amerikanischen Volk sein tiefstes Mitgefühl und seine "totale Solidarität" aus.


Berlin/Paris/London - Bundeskanzlerin Angela Merkel übermittelte US-Präsident George W. Bush angesichts des Massakers von Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia ihre Bestürzung und sprach ihm ihr Beileid aus. Das teilte gestern ein Regierungssprecher in Berlin mit.

Auch die Parteivorsitzenden von SPD und CSU, Kurt Beck und Edmund Stoiber, äußerten sich erschüttert über das Massaker. Er habe die Tat "mit furchtbarer Bedrückung zur Kenntnis genommen", sagte Beck gestern in Berlin. Er sprach Betroffenen und Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Beck wies darauf hin, dass man durch das Waffenrecht eine "bestimmte Bewaffnung" (...) zumindest erschweren und eingrenzen" könne. Niemand könne eine solche Tat aber ausschließen.

Stoiber sagte, eine solche Tat - mit der mehr als 30 Menschen "einfach niedergemäht" worden seien - "sprengt einfach das menschliche Fassungsvermögen". Der furchtbare Vorgang habe die Koalitionsspitzen "tief bewegt".

Der französische Präsident Jacques Chirac zeigte sich "entsetzt und konsterniert" über das Blutbad. Chirac drückte Bush, den Familien der Opfer der Schießerei in Blacksburg und dem amerikanischen Volk sein tiefstes Mitgefühl sowie seine "totale Solidarität" auch im Namen aller Franzosen aus. Das teilte das Präsidialamt gestern Abend in Paris mit.

Die englische Königin Elizabeth nahm die Nachricht vom schlimmsten Amoklauf in der Geschichte der USA "geschockt und betrübt" auf. Das erklärte eine Sprecherin des Buckingham Palasts. Die Queen werde auf dem Laufenden gehalten, hieß es weiter. Elizabeth plant im nächsten Monat eine Reise nach Virginia.

Hintergrund ist der 400. Jahrestag der Gründung von Jamestown, der ersten dauerhaften englischen Siedlung in Amerika. Es wird ihr erster Staatsbesuch in den USA seit 16 Jahren.

hen/dpa/ddp/AP



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