Rebellen im Irak Kämpfer stürmen Militärbasis nahe Bagdad
Eine irakische Militärbasis ist von Rebellen gestürmt worden. Die Armee berichtet, man habe die Angreifer zurückschlagen können. Nun kursieren Gerüchte über eine Waffenruhe.
Bagdad - Islamistische Rebellen haben eine Militärbasis nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad gestürmt. Die sunnitischen Kämpfer seien schwer bewaffnet in den Stützpunkt der Regierungstruppen in Mukdadija eingedrungen, hieß es aus Sicherheitskreisen.
Soldaten hätten die Angreifer jedoch zurückdrängen können, sagte ein Vertreter der örtlichen Behörden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kursieren nun Gerüchte, dass es Verhandlungen über eine Waffenruhe geben soll. Ein Militärsprecher war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Die Stadt in der Provinz Dijala liegt nur 80 Kilometer nordöstlich von Bagdad. Einen Teil von Mukdadija hatten die Aufständischen bereits zuvor unter ihre Kontrolle gebracht.
Die Region war in den vergangenen Wochen Schauplatz heftiger Gefechte zwischen Soldaten der Regierung unter Ministerpräsident Nuri al-Maliki und Kämpfern des "Islamischen Staates", der früheren radikal-islamischen Isis. Diese haben rasch weite Teile im Norden und Westen des Iraks erobert und rückten nach Süden auf die Hauptstadt vor; außerdem besetzen sie ein Chemiewaffenlager. Maliki warf zuletzt auch irakischen Kurden ein Bündnis mit den Kämpfern vor.
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