Kabinettsbeschluss Regierung verlängert Bundeswehreinsätze in Sudan und Südsudan

Deutschland will sich weiter an Uno-Missionen im Sudan und im Südsudan beteiligen. Bis Ende 2014 sollen laut Regierungsbeschluss in beiden afrikanischen Krisenstaaten Bundeswehrsoldaten stationiert bleiben. Derzeit sind 25 deutsche Armeeangehörige vor Ort.

Unamid-Mission im Sudan: Einsatz in Darfur
REUTERS

Unamid-Mission im Sudan: Einsatz in Darfur


Berlin - Die Bundeswehr ist längst nicht mehr nur an Einsätzen in Afghanistan, dem Kosovo oder Libanon beteiligt. Auch im Sudan und im Südsudan sind derzeit insgesamt 25 deutsche Soldaten stationiert. Das soll auch so bleiben: Am Mittwoch hat die amtierende Bundesregierung beschlossen, die Beteiligung an den Uno-Missionen in Afrika bis Ende 2014 zu verlängern.

Bislang sind neun deutsche Soldaten in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur stationiert. Die bewaffnete Mission Unamid wird gemeinsam von den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU) getragen. Unamid soll das Darfur-Friedensabkommen von 2006 umsetzen und dabei besonders die Sicherheit der Zivilbevölkerung vor bewaffneten Überfällen gewährleisten.

16 weitere deutsche Armeeangehörige sind am Bundeswehreinsatz im Südsudan beteiligt, der ebenfalls verlängert werden soll. Der Beschluss sieht vor, dass bis zu 50 deutsche Soldaten bis Ende 2014 zu der Uno-geführten Friedensmission Unmiss hinzugezogen werden können.

Der Südsudan, der im Juli 2011 durch die Abspaltung vom Sudan seine Unabhängigkeit erlangte, gilt als instabil und unterentwickelt. Die Unmiss-Mission soll den Aufbau von Staat und Institutionen unterstützen und zum Schutz von Zivilisten beitragen.

Der Bundestag muss den Kabinettsbeschlüssen noch zustimmen, eine breite Mehrheit gilt als sicher.

syd/AFP/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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merkur08 20.11.2013
1. Sehr schlau
Wenn man bedenkt, dass in beiden Laendern enorme Rohstoffreserven befinden. Im Sudan selbst haben schon die Chinesen die Hand draufgelegt. Im Suedsudan waere noch viel Platz fuer Investitionen. So muss man halt im globalen wettbewerb denken. Gutmesnchentum ist ausserhalb Deutschlands und Europas halt nicht angesagt. Und die bundeswehr muss, wie jede andere Armee Welt auch auch fuer die Interessen der BRD eintreten. Alles andere waere Blauaeugigkeit und Heuchelei.
nightwarrior 20.11.2013
2. Die Interessen der BRD?
Zitat von merkur08Wenn man bedenkt, dass in beiden Laendern enorme Rohstoffreserven befinden. Im Sudan selbst haben schon die Chinesen die Hand draufgelegt. Im Suedsudan waere noch viel Platz fuer Investitionen. So muss man halt im globalen wettbewerb denken. Gutmesnchentum ist ausserhalb Deutschlands und Europas halt nicht angesagt. Und die bundeswehr muss, wie jede andere Armee Welt auch auch fuer die Interessen der BRD eintreten. Alles andere waere Blauaeugigkeit und Heuchelei.
Die Bundeswehr tritt für die Interessen der BRD ein? Das wäre ja ganz was Neues! Die Bundeswehr ist Teil der NATO-Terror-Truppe, die vor Allem für die Interessen der USA, der anglo-amerikanischen Öl- und Rüstungsindustrie und der internationalen Finanzmafia eintritt. Die Interessen Deutschlands kann man auch durch Verhandlungen wahrnehmen statt durch Besatzungstruppen.
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