Regierungsbericht USA werfen Iran und Nordkorea Vertragsbruch vor

Iran und Nordkorea sollen über Jahre systematisch internationale Verträge gebrochen haben. Das wirft die US-Regierung den Staaten in einem Untersuchungsbericht vor. Lob gibt es dagegen für den ehemaligen "Schurkenstaat" Libyen.


Washington - Iran strebe die Herstellung von Atomwaffen an, habe dafür Hilfe von außen gesucht und gegen den Atomwaffensperrvertrag verstoßen, heißt es in dem vom US-Außenministerium veröffentlichten "Bericht über Vertragstreue", der die Jahre 2001 bis 2004 untersucht. Auch Nordkorea habe "lange und kontinuierlich" den Atomwaffensperrvertrag gebrochen.

Zugleich lobt der Bericht Libyen für seine Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft. Das nordafrikanische Land habe die Programme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen aufgegeben. Dies sei "das bedeutendste Ereignis" seit der Veröffentlichung des vorherigen Berichts im Jahr 2003. Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi hatte im Dezember 2003 überraschend angekündigt, sein Land strebe nicht mehr nach Massenvernichtungswaffen.



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