Regionalwahl in Spanien Sozialisten siegen nur knapp

Spaniens Sozialisten haben bei der Regionalwahl in ihrer Hochburg Andalusien ihr wohl schlechtestes Ergebnis seit Langem erzielt. Die neue Linkspartei Podemos landete auf Anhieb auf dem dritten Platz.

Die aktuelle Regierungschefin in Andalusien: Susana Díaz (PSOE)
DPA

Die aktuelle Regierungschefin in Andalusien: Susana Díaz (PSOE)


Sevilla - Spaniens Sozialisten (PSOE) haben die Regionalwahl in ihrer Hochburg Andalusien laut Prognose knapper gewonnen als erwartet. Die Abstimmung galt als Stimmungstest für die Parlamentswahlen, und die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy erlitt eine deutliche Niederlage. Die erst vor einem Jahr gegründete Linkspartei Podemos stieg auf Anhieb zur drittstärksten Kraft in der bevölkerungsreichsten Region Spaniens auf.

Nach der Prognose des andalusischen TV-Senders Canal Sur gewann die linke PSOE in der südspanischen Region 41 bis 44 der insgesamt 109 Sitze im Parlament in Sevilla. Damit verfehlte die PSOE mit der andalusischen Regierungschefin Susana Díaz klar die absolute Mehrheit. Wenn die Prognose durch die Auszählung der Stimmen bestätigt wird, wäre dies das schlechteste Ergebnis der Sozialisten in Andalusien seit dem Ende der Franco-Diktatur.

Führende andalusische PSOE-Politiker sind in einen Korruptionsskandal verwickelt. Die Justiz ermittelt unter anderem gegen die früheren regionalen Regierungschefs Manuel Chaves und José Antonio Griñán, die Vorgänger der jetzigen Ministerpräsidentin.

Die konservative PP kam nach der Prognose auf 32 bis 35 Mandate und büßte damit etwa ein Drittel ihrer Sitze ein. Podemos errang demnach auf Anhieb 19 bis 22 Mandate. Die Vereinte Linke (IU), die bisher mit der PSOE eine Koalitionsregierung in Andalusien gebildet hatte, büßte knapp die Hälfte ihrer bisherigen zwölf Sitze ein.

Die Regionalwahl bildete den Auftakt zu einer Serie von Abstimmungen in Spanien. Knapp 6,5 Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Im Mai stehen im ganzen Land Kommunalwahlen an. In den meisten Regionen werden dann auch neue Parlamente gewählt. Im September sind Wahlen in Katalonien geplant. Ebenfalls für den Herbst sind Parlamentswahlen geplant.

kbl/dpa/AFP

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
Timothy Martin 23.03.2015
1. Ein Sieg für eine andere Politik
Man kann nur hoffen das der Erfolg von Podemos auch bei den nächsten Wahlgängen anhält. Nur wer die Angst besiegt gewinnt die Freiheit.
skorpianne 25.05.2015
2. Erfolg
Zitat von Timothy MartinMan kann nur hoffen das der Erfolg von Podemos auch bei den nächsten Wahlgängen anhält. Nur wer die Angst besiegt gewinnt die Freiheit.
Noch hat die Podemos nur Wählerstimmen gewonnen. Ob sie Mit ihrer Politik erfolgreich ist, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings verstehe ich nicht, was "Angst" damit zu tun haben soll. Die Angst eine Partei zu wählen? Überhaupt zu wählen? Sind Menschen, die nicht wählen gehen unfrei? Aus Angst vor der Wahl?
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