Republikaner-Umfrage Gingrich führt das Bewerberfeld an

Plötzlich Favorit: Im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur liegt nach einer aktuellen Umfrage Newt Gingrich auf einmal vorne. Das politische Urgestein profitiert von Patzern zweier Rivalen. Auf Platz zwei landete Ex-Gouverneur Mitt Romney.

Newt Gingrich: viel Zustimmung für den Ex-Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses
AP

Newt Gingrich: viel Zustimmung für den Ex-Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses


Washington - Bei den Republikanern läuft es derzeit nicht gut: Erst redete sich Präsidentschaftskandidat Rick Perry um Kopf und Kragen, dann kam Herman Cain beim Thema Libyen schwer ins Stottern. Ein Parteirivale profitiert von diesen Aussetzern besonders - Newt Gingrich. Der ehemalige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses hat sich an die Spitze des Bewerberfelds katapultiert.

Nach einer Umfrage des Nachrichtensenders Fox News unter Parteianhängern kommt er auf 23 Prozent Zustimmung. Dabei hatten sich Ende Oktober gerade einmal zwölf Prozent der Befragten für den 68-Jährigen ausgesprochen.

Der damalige Spitzenreiter Herman Cain fiel dagegen von 24 auf 15 Prozent zurück. Er war wegen Vorwürfen sexueller Belästigung zunehmend in der Kritik. Cain weist die Anschuldigungen zurück. Anfang der Woche blamierte er sich durch ein gefilmtes und im Internet verbreitetes Zeitungsinterview. Darin ringt er um eine Antwort auf die Frage, wie er zur Libyen-Politik von US-Präsident Barack Obama steht.

Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, überzeugte nach seinem Aussetzer in einer TV-Debatte nur noch sieben Prozent der Befragten. Er hatte bei einer TV-Debatte einen Blackout, als er drei Ministerien aufzählen wollte, die er als Präsident abschaffen würde. Das dritte war ihm entfallen.

Lediglich einen Punkt hinter Gingrich landete Mitt Romney, der Ex-Gouverneur des Bundesstaats Massachusetts. Für die Erhebung wurden zwischen Sonntag und Dienstag 914 registrierte Wähler befragt. Die Vorwahlen der Republikaner beginnen im Januar. Sie entscheiden darüber, wer im November kommenden Jahres gegen den demokratischen US-Präsidenten Barack Obama antreten wird.

heb/Reuters



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Hank Calloway 17.11.2011
1. Gut so
Zitat von sysopPlötzlich Favorit: Im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur*liegt*nach einer aktuellen Unfrage das Newt Gingrich auf einmal vorne.*Das politische Urgestein profitiert von den Patzern zweier Rivalen.*Auf Platz zwei*landete Ex-Gouverneur Mitt Romney. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,798502,00.html
OK, jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Nach den Strohfeuern Perry und Cain jetzt ein alter Haudegen, den nichts so leicht aus der Ruhe bringt und der jahrzehntelange Erfahrung mit der Washingtoner Maschine hat. Irgendwann werden die Demokraten dann alte abgestandene Geschichten von Scheidung und Geliebter ans Tageslicht zerren, nur, das sind uralte Geschichten, die schon vor vielen Jahren durchgekaut wurden. Gaehn. Ich freue mich auf eine Debatte Gingrich - Obama, wenn Gingrich den hilflosen Toelpel Obama genuesslich seziert.
UnitedEurope 17.11.2011
2.
Zitat von Hank CallowayOK, jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Nach den Strohfeuern Perry und Cain jetzt ein alter Haudegen, den nichts so leicht aus der Ruhe bringt und der jahrzehntelange Erfahrung mit der Washingtoner Maschine hat. Irgendwann werden die Demokraten dann alte abgestandene Geschichten von Scheidung und Geliebter ans Tageslicht zerren, nur, das sind uralte Geschichten, die schon vor vielen Jahren durchgekaut wurden. Gaehn. Ich freue mich auf eine Debatte Gingrich - Obama, wenn Gingrich den hilflosen Toelpel Obama genuesslich seziert.
Bei aller Liebe zu Ihrem Weltbild, aber besonders die Themen Aussenpolitik, Menschenrechte und eben Steuern sind nicht gerade die Stärken alle aktuellen Republikaner. Und auch wenn das amerikanische Volk mal wieder seine "spezielle Bildungskultur" offenbaren sollte und einen Chauvinisten wie Gingrich wählt, hat das noch lange nichts gutes für uns und die Welt zu bedeuten.
Rubeanus 17.11.2011
3. .
Zitat von Hank CallowayOK, jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Nach den Strohfeuern Perry und Cain jetzt ein alter Haudegen, den nichts so leicht aus der Ruhe bringt und der jahrzehntelange Erfahrung mit der Washingtoner Maschine hat. Irgendwann werden die Demokraten dann alte abgestandene Geschichten von Scheidung und Geliebter ans Tageslicht zerren, nur, das sind uralte Geschichten, die schon vor vielen Jahren durchgekaut wurden. Gaehn. Ich freue mich auf eine Debatte Gingrich - Obama, wenn Gingrich den hilflosen Toelpel Obama genuesslich seziert.
Ein Tölpel ist Obama sicherlich nicht, aber mit Gingrich hätten die Republikaner einen echten Intellektuellen (Professor für Geschichte und Schriftsteller) und zudem erfahrenen Politprofi Gingrich verfügt aber über keinerlei Regierungserfahrung und dürfte bei einigen Erzkonservativen in der Republikanischen Partei auf Bedenken wegen seines Privatlebens stoßen.
Methusalixchen 17.11.2011
4. Nun, zumindest hat er den passenden Vornamen:
Newt – der Molch.
WhereIsMyMoney 17.11.2011
5. ...
Wie ich sehe, ist der SPIEGEL immer noch nicht bereit Ron Paul zu erwähnen. Naja, der Iowa-Caucus findet ja schon bald statt. Dass diese Idioten, wie Cain und Perry überhaupt noch erwähnt werden, ist schon beeindruckend. Neben Romney, sieht Obama wie ein Mann des Volkes aus. Romney ist der typische "Corporobot". Ich muss immer lachen, wenn Gingrich als der Intellektuelle dargestellt wird. Hat irgendjemand eine Ahnung was er überhaupt tun will? Gingrich ist einfach der nächste in dieser unrühmlichen Reihe, die mit Bachmann, Perry und dann Cain anfing, jetzt also Gingrich. Wie wärs wenn ihr über die letzten Umfragen in Iowa berichten würdet? Naja, egal. Im Januar ...
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